Archiv der Kategorie: Juniorteam

Lebenszeichen

Ja, mich gibts noch.

Ich gebe zu, es kam in der Vergangenheit immer mal wieder vor, dass ich ein paar Tage nicht zu Hause war und dem entsprechend meinen Blog auch vernachlässigt hatte. „Wird schon nicht so schlimm sein“, dachte ich jedes Mal. Und jedes Mal, und das freut mich natürlich auch als Feedback, kamen „Beschwerden“, dass der Freitags-Füller fehlte, man nichts von mir hört und der ein oder andere fragte sogar, ob alles ok bei mir wäre. Zu allererst: Vielen Dank für euer Interesse! Und dann: Ja, mir geht es gut!

Was lag an in den letzten Tagen?
Phili und ich hatten die große Ehre bzw. das Vergnügen, als Volunteers (altdeutsch: Helfer) am DSJ-Jugendevent teilnehmen zu dürfen. Ich möchte jetzt nicht genauer erklären, was das Jugendevent ist (dafür hab ich den Namen schließlich mit einem Link belegt, dort steht alles), ich möchte viel lieber erzählen, wie es war: Grandios! Das Jugendevent war das, was ich am Juniorteam, mit dem wir da waren, immer schätze: Das Gefühl, im Team mit Anderen tolle Dinge auf die Beine zu stellen und zu realisieren. Wir waren vier Tage vor Ort als mobiles Einsatzteam (MET, gesprochen: Mett) unterwegs, quasie als Mädchen für alles oder auch Feuerwehr. Egal, ob Essensausgabe, Tansportaufgaben, Verkauf oder einfach nur simples Tellerabtrocknen. Dank der tollen Teamatmosphäre im Juniorteam war keine Aufgabe langweilig, zu anstrengend oder ungewollt. Und auch das Miteinander mit den anderen Volunteers war super. Man lernte neue Leute kennen und traf bekannte Leute wieder.
Ihr seht, ich bin geradezu am Schwärmen, und das zu Recht. Dass ich vor Ort den aktuellen Europameister am Barren, Clueso und die Fanta4 live gesehen hab, geht daneben total unter (sorry Jungs, aber ihr wart auch nicht schlecht 🙂 ). Die Stimmung im Team, der Spaß und das gegenseitige Unterstützen waren die Hauptpfeiler an diesem langen Wochenende. Auch die Tatsache, dass das Wetter uns einen feuchten Strich durch die Rechnung machte, ändert daran null.

Nebenbei passierten natürlich noch einige andere Sachen. Unser Wagen hat vor und nach dem Jugendevent die Werkstatt gesehen (man kann hier auch schon von Stammlokal sprechen 🙂 ), der Haushalt wird hier irgendwie von niemandem erledigt und ich habe eben offiziell meine persönliche Freibadsaison mit einem Besuch im Freibad Neckargemünd eröffnet *aaaaahhhhhhhh*. Ausserdem erinnert mich mein Rücken seit einer Woche, dass ich nicht mehr so lange ne 2 an erster Stelle in meiner Alterangabe finden werde (ausser ich sage nicht mehr dreizig, sondern zehnundzwanzig), aber das ist Gemecker, das gehört hier nicht hin.

Ihr seht also, nichts besonders passiert südlich der Elbe, alles beim Alten. Ich genieße die letzten jungen Tage und erfreue mich an allem, was geht.

Gruß
Hauke


Burghausen

Wie bereits im Freitags-Füller erwähnt, war ich letztes Wochenende in Burghausen. Da ich meine Camera zu Hause gelassen hatte, musste mein iPhone für Fotos herhalten. Im Fokus stand dabei das Knoxoleum, eine Kneipe in einem sehr kuriosen und – wie ich finde – Bayern-untypischen Stil. Viel Spaß mit den Bildern.

Knoxoleum

 

 

 

Burghausen

Gruß
Hauke


Neujahrsfete

Am Wochenende fand die Neujahrsfete der Sportjugend Hessen (SJH) statt. Mit ihr bedankt sich die Sportjugend bei ihren Ehrenamtliche, Hauptamtlichen, Teamern etc. für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. Traditionell findet sie in der Bildungsstätte Wetzlar statt, hat ein wechselndes Motto und besteht aus Essen, Tanzen und Verkleiden. Dieses Jahr wurde als Motto „Karneval“ gewählt, was für Phili und mich ja beinahe ein Heimspiel bedeutet, kommen wir doch beide aus der Karnevalshauptstadt an der Elbe. Aber getreu dem Motto „wir haben auch ohne Spaß Spaß“ ließen wir es uns nicht nehmen, beim Aufbau und beim Feiern zu helfen.

Der ganze Spaß begann am Freitagabend mit dem Aufbau. Uns stand eine kleinere Sporthalle samt Bühne zur Verfügung, diese wollte geschmückt und hergerichtet werden. Mit einem Helferteam von ca. 15 Leuten erwies sich diese Aufgabe als recht schnell, wobei aber – wie schon im letzten Jahr (und sicher auch die Jahre davor) – die Nacht zum Tag gemacht wurde (das ergibt sich irgendwie immer). Angenehmerweise war bereits Freitag ein Großteil der Arbeit erledigt, so dass sich der Sonnabend entspannt gestaltete. Mit Schlafdefizit und Freude auf die Feier wurden letzte Kleinigkeiten gerichtet, am eigenen Kostüm gefeilt oder Schlaf nachgeholt.

Am Abend ging die Party dann los. Keiner der ca. 150 Gäste ließ es sich nehmen, als Pirat, Clown, 68er-Generation oder einer anderen kreativen Verkleidung aufzulaufen. Traditionsgemäß begrüßte die Vorstandsvorsitzende Juliane die Gäste, als plötzlich der Kapellmeister Musik spielte und ein paar elegant gekleidete Herren (und eine Dame) den Saal betraten. Ich habe gelernt, dass dies der Elferrat war (hier Sechserrat), der die Regierung (hier Juliane) entmachtet. Also, Juliane tot und alle Helau. Der Elferratsvorsitzende Frank übernahm daraufhin das Zepter und rief Macht seines Amtes zuerst das Prinzenpaar auf die Bühne, auf dass wir ihnen Treue schworen (was wir natürlich treudoof taten).

Danach konnte der Zauber beginnen. Es wurde alles aufgefahren, was zu einer Karnevalssitzung gehört: Büttenredner, Tanz, Lach- und Sachgeschichten und Gesang. Ergänzt wurde der Abend durch ein köstliches Büffet, welches von der hauseigenen Küche gezaubert wurde. Im Anschluss an die Darbietungen wurde noch lange getanzt, geklönt, gegessen und getrunken, bis dann gegen halb 5 die Lichter erloschen.

Am nächsten Morgen, nach noch weniger Stunden Schlaf als in der vorigen Nacht aber wenigstens einem leckeren Frühstück, ging es ans Aufräumen und Abbauen. Angenehmerweise nahmen viele Gäste das kostengünstige Schlafangebot der Bildungsstätte an, so dass sich nach dem Frühstück ausreichend Helfer fanden (da hat mal jemand mitgedacht). Da Kaputtmachen immer einfacher ist als Aufbauen, war der Abbau bis 11 Uhr über die (abgebaute) Bühne gegangen und alle konnte müde, aber sicherlich happy, den Heimweg antreten.

Welches Fazit ziehe ich nun aus meiner ersten Karnevalssitzung? Naja, ich bin weiterhin der Meinung, dass die hier unten nen Schatten haben, was Karneval angeht. Es spricht aber trotzdem nichts dagegen, sich dieses Treiben mal aktiv anzuschauen und herauszufinden, dass es beim Karneval noch mehr gibt als nur Saufen und Fremdgehen.

Gruß
Hauke


So sehen Sieger aus

 

Viele wissen, dass Phili und ich beim Juniorteam der Sportjugend Hessen aktiv sind (nicht? Na dann informieren). Einige wissen, dass wir in der Vergangenheit bei Veranstaltungen mitgewirkt haben, die sich gegen Rechtsradikalismus richtet. Unterstützt werden wir, das Juniorteam, dabei – und auch generell – sehr engagiert von einer Referentin der Sportjugend Hessen. Geli, kurz für Angelika Ribler, hat ihre Arbeit bei der Sportjugend zum großen Teil gegen Rechtsradikalismus ausgerichtet und nährt damit auch die Akitivtäten des Juniorteams. Dass diese Arbeit richtig und wichtig ist, zeigen die rechtsradikalen Aktivitäten in Hessen. Dass diese Arbeit Gehör findet und nicht unbeachtet bleibt, hat sich nun auch gezeigt. Geli wurde vorgestern in Köln mit dem Julius Hirsch Preis für ihr Engagement im Kampf gegen Rechtsradikalismus geehrt. Dieser Preis wird einmal im Jahr an Menschen und Vereine vergeben, die sich gegen Rechtsradikalismus stark machen. Dass dieser Preis kein Unbedeutender ist, zeigt u.a. die Besetzung der Jury: Otto Schily, Bundesinnenminister a.D.; Oliver Bierhoff, Teammanager DFB; Theo Zwanziger, DFB-Präsident; um nur einige zu nennen (mehr Infos hier). Mir persönlich ist es daher ein großes Anliegen, dass ihr an dieser Stelle nicht aufhört zu lesen und die nächste Homepage aufruft, sondern euch folgenden Link anschaut: DFB-TV.


Berichte über das Echzell-Festival

Im Netz gibt es zwei Berichte zum 1. Echzeller Festival:

Wetterauer Zeitung

FAZ.net


Grätsche gegen Rechtsaussen

rätsche gegen Rechtaussen Logo

Am Sonnabend fand das von der Bürgerinitiative Grätsche gegen Rechtsaussen ins Leben gerufene 1. Echzell Festival statt. Die Sportjugend Hessen, und mit ihr das Juniorteam, traten, neben vielen anderen Vereinen und Institutionen, als Kooperationspartner auf (sorry für diesen verschachtelten Satz).

Vorweg: Wieso Bürgerinitiative und wieso Festival gegen Rechts?
Echzell hat seit 2008 einen Mitbürger, der aus der Rechten Szene kommt. Patrick W. feiert auf seinem Grundstück, einer Hofreite, rechtradikal ausgerichtete Partys und bedroht Nachbarn und Mitbrüger, bis hin zur Körperverletzung. Aufgeschreckt durch mehrere Zwischenfälle bildete sich 2008 die Bürgerinitiative „Grätsche gegen Rechtsaussen“, die sich zum Ziel gemacht hat, auf diese Missstände in Echzell aufmerksam zu machen, die Ausbreitung von Rechtsradikalismus in Echzell einzudämmen und die Jugendlichen vor rechtem Gedankengut zu bewahren.

Das Festivalgelände

Im Zuge dessen fand nun das 1. Echzell Festival statt. Auf einem Sportplatz in Echzell wurde neben einem Sponsorenlauf auch ein C-Jugend Fussballturnier, ein Familiensportparcours, Infostände gegen Rechts, Essen und Trinken und Abends der Auftritt der Bands „Fräulein Wunder“ und „Hartmann“ geboten. Eine Tombola und eine Disco rundeten das Angebot ab. Dass die Thematik Rchtsradikalismus brisant und aktuell ist zeigte die Anwesenheit von hessischen Politikern, allen voran der Vorsitzende der hessischen SPD Thorsten Schäfer-Gümbel.

Ein Teil der zahlreichen Helfer auf der Bühne

Das leider nicht durchgehend gute Wetter schmälerte sicherlich den Besucherandrang, die erwarteten 500 Besucher wurden, laut Medienberichten, trotzdem erreicht. Demgegenüber standen geschätzte 30-40 Helfer, die das Festivall unterstützten und zahlreiche Sponsoren, die Essen, Trinken, Zelte etc. zur Verfügung stellten. Es zeigt sich somit, dass die Akzeptanz und Unterstützung in der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Politik gegeben sind.


Das Festivalzelt

Für mich persönlich war es ein tolles Event. Die Helfer und Organisatoren waren sehr motiviert und die Stimmung war, soweit ich es mitbekommen habe, super. Die Anzahl der Besucher hätte gerne ein wenig größer sein können, was aber aufgrund des Wetters nicht verwundert. Dass die NPD zeitgleich in Echzell eine Kundgebung angemeldet hatte, störte dank Polizeipräsenz nicht, generell war man sicherheitstechnisch gut aufgestellt.

Bleibt noch der nächtliche Burger King Besuch nach dem Festival zu erwähnen, nachdem wir abseits des Festivals und während die Bands spielten im Schein von Autoscheinwerfern Fussball gespielt hatten. Das gehörte nicht zum geplanten Ablauf, hat dafür umso mehr Spaß gebracht.

EDIT: Hier ein Link, auf dem man nachlesen kann, was Patrick W. für ein Mensch ist.