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Tschüss und auf Wiedersehen!

Die (virtuellen) Umzugstransporter sind da, die Blog-Möbel sind abgebaut, die (Hintergrund-) Wände sind frisch überstrichen und die (Zugangs-)Schlüssel sind abgegeben:, kurz: Mein Blog zieht um, auf Wiedersehen altes Zuhause!

Nach drei Jahren im Mehrfamilienhaus “WordPress” war es Zeit für ein Eigenheim. Bei WordPress war es schön, vieles war schon vorgefertigt, man musste sich um wenig Gedanken machen (was von Vorteil ist, wenn man keine Ahnung hat) und konnte sich aufs Schreiben konzentrieren. Aber die Ansprüche steigen und die Wünsche nach und Ansprüche an Individualität auch. Und da man in einer Mietwohung keine Wände nach eigenem Wunsch einreißen und bauen darf, zieht man halt ins eigene Haus, wo man alles so einrichtet wie man es sich wünscht. Hier sind wir also, auf eigenem Webspace, weiterhin mit der WordPress-Software, aber dieses Mal ohne Beschränkungen bzw. nur mit den Beschränkungen, die aus meinem Unwissen über html, php etc. resultieren.

Die wichtigste Frage: Wird es Änderungen geben?
Klar, sonst wäre der Schritt und die Arbeit der letzten Wochen ja umsonst gewesen (und das Geld auch :-) ). Das Blog wird deutlich Foto-lastiger werden. Es gibt jetzt ein Menüpunkt “Bilder”, wo man eine Auswahl meiner bisherigen Aufnahmen findet. Das Design des neuen Blogs ist… neu und ein wenig schlichter (keep it simple!). Das ganze Geraffel ist vernetzter mit social networks Buttons und reduziert auf das meiner Meinung nach Wichtigste. Ach ja, die Adresse hat sich auch geändert. Die alte Adresse www.hhauke.wordpress.com ist Geschichte, das Ganze läuft jetzt unter der Adresse www.haukejuergens.de, zusätzlich gibt es jetzt auch ne passende Mailadresse: moin’at’haukejuergens.de.
Abseits dessen wird es sicherlich in den nächsten Wochen weitere Änderungen und Anpassungen geben, weil ich vielleicht im Laufe merke, dass mir dies und das noch nicht ganz gefällt. Wir werden sehen…

Nun aber viel Spaß in der neuen Hütte.

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Tine an der Wanderhütte

Ich war wieder einmal mit Tine unterwegs. Dieses Mal sind wir in einem Wald bei Frankfurt (glaub ich) gefahren, wo eine Hütte mutterseelenallein stand und förmlich darum bettelte, als Location zu dienen. Dem Wunsch sind wir natürlich gefolgt, wir sind ja keine Unmenschen. Hier das Ergebnis.


Tu Gutes und rede drüber

Unter dem Motto möchte ich euch mal nicht vom Fotografieren oder Laufen erzählen, sondern von meinem heutigen Arbeitstag bei der Mannheimer Tafel. Mein Arbeitsgeber, die euro engineering AG (die Schleichwerbung sei an dieser Stelle für die tolle Aktion erlaubt), hat zu Weihnachten 2011 der Tafel eine Spende überreicht und bei der Gelegenheit die Mitarbeiter aufgefordert, einen Arbeitstag bei der Tafel mitzuarbeiten, wofür sie vom Arbeitgeber freigestellt wurden. Leider, so muss man sagen, kamen dieser Bitte lediglich ca. 16 Mitarbeiter nach (schwache Leistung bei über 100 Kollegen). Ich zögerte damals nicht wirklich lang und sagte zu.
Mit Spannung fuhr ich heute Morgen nach Mannheim in die Neckarstadt, um um 8 Uhr am Laden zu sein. Nach der Erklärung des Ladens, des Prinzips, der Aufgaben etc. war die erste Aufgabe, Lebensmittel vom Vortag, welches nicht mehr genießbar war, zu entsorgen. Im Grunde genommen traurig zu sehen, wie viele Lebensmittel, die selbst in zweiter Hand keinen Abnehmer mehr finden, entsorgt werden müssen. Danach hieß es warten auf die Lieferung der neuen Lebensmittel. Vor dem Eingang bildete sich bereits eine Ansammlung von Kunden.
Als die Lieferung eintraf, rotierten die mittlerweile knapp 8 Mitarbeiter und verstauten die Lebensmittel in den Regalen. Von Gemüse über Konservendosen, gekühlten Lebensmittel bis hin zu Backwaren war das Sortiment breit gefächert. Ich hatte zusammen mit meinem Kollegen von euro engineering den Verkauf der Backwaren unter mir. Nachdem wir in bester Ingenieursmanier doe Brote, Brötchen, süßen Teilchen und Baguettes sortiert hatten, wurde auch schon die Tür geöffnet und die Kunden strömten in den Laden. Eintreten durfte man allerdings nur, wenn der Laden nicht überfüllt war und man einen Nachweis für geringes Einkommen hatte.

Der Tag an sich verlief ruhig. Die Leute rissen uns die Ware nicht gerade aus den Regalen, aber menschenleer war der Verkaufsraum auch zu keiner Zeit (dafür wuselten auch zu viele ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer rum). Das Klientel hatte – Vorurteile hin oder her – zumeist einen Migrationshintergrund und nicht selten nur rudimentäre Deutschkenntnisse. Nach einiger Zeit hörte man sich aber rein und wusste bei Aussagen wie „noch“, dass damit eigentlich „noch ein Brötchen mehr“ gemeint ist. Ungeachtet dessen war die Atmosphäre im Laden sowohl bei den Kollegen als auch bei den Kunden freundlich. Die Kunden zeigten sich dankbar, speziell wenn man noch ein Brötchen und noch ein Brötchen und noch ein Baguette und noch ein Brötchen und… in die Tüten packte.
Was ich aber nicht vergessen werde: Im Laufe des Nachmittags kam eine junge Dame mit ihrer Tochter in den Laden. Sie mag ein wenig jünger als ich gewesen sein, gutaussehend und ansprechend gekleidet und lief ruhig durch den Laden, bis ihr Weg sie schließlich an unsere Backwarentheke führte. Aber anstatt eines Fingers, der ausgestreckt auf das gewünschte Brötchen oder Brot zeigte, hörte ich ein freundliches „ich bekomme bitte drei Brötchen mit Salz und Kümmel“!!! Hätte ich nicht aufgepasst, wäre mir der Unterkiefer direkt durch den Boden geschossen. Vielleicht war ich durch das viele Fingerzeigen und „noch“ Gerufe des bisherigen Tages ein wenig verblendet und vielleicht kann ich mich auch nicht ganz freisprechen von Vorurteilen, was den Zusammenhang zwischen Armut und sprachlicher Kompetenz angeht. Aber mit solch einer Ansprache hab ich nicht wirklich gerechnet. Auch der liebevoll gesprochene Satz in Richtung ihrer Tochter „was möchtest du denn gerne haben, mein Schatz“ passte überhaupt nicht in das Bild. Diese Begegnung ließ mich im Nachhinein nachdenken, wieso Leute in Armut geraten können und wie sie damit umgehen. 

Was ist nun mein Resüme des Tages?
Ein solcher Tag ist auch jeden Fall nicht verkehrt, keine verschwendete Zeit und lehrt einem nicht zuletzt Dankbarkeit ob der eigenen Situation. Ich habe mich aber auch im Laufe des Tages gefragt, wie schnell und wodurch bedingt ich persönlich in solch eine Situation kommen könnte, dass ich Kunde bei einer Tafel bin.
Neben dem ganzen positiven Gerede und Denkanstöße setzen, möchte ich aber auch erwähnen, dass es nicht nur die dankbaren von Armut betroffenen Kunden gab. Ich möchte niemanden vorverurteilen, dessen persönliche Situation ich nicht kenne und nicht einschätzen kann. Aber es verwundert einen zumindest, wenn eine junge Dame, schick gekleidet und mit hochhackigen Schuhen, oder ein junger Mann, ebenfalls schick gekleidet und mit Ohrstöpseln (hängt da etwa am anderen Ende ein iPhone?), in den Laden kommt. Auch wundert man sich, wieso Kunden 20 Brötchen kaufen. Nicht vergessen werde ich auch die Situation, als eine Frau 10 Brötchen haben wollte. Ihr Mann, der neben ihr stand und ne Minute zuvor ebenfalls 10 Brötchen genommen hatte, wies sie drauf hin, dass er bereits die gewünschten Brötchen geholt hat. Ein Blick der Frau in die Tüte zeigte ihr aber, dass es die falschen Brötchen waren. Also holte sie noch einmal neue. Ham sie halt 10 Brötchen zuviel… Es lässt sich sicher nicht bestreiten, dass die Einrichtungen der Tafel nicht nur ge- sondern auch missbraucht werden. Aber ich denke, man sollte nicht sein Augenmerk auf die wenigen legen, die das Angebot missbrauchen, sondern auf die vielen, die es gebrauchen, weil sie darauf angewiesen sind, es ihre finanzielle Situation ein klein wenig entspannt und es nicht zuletzt auch dafür sorgt, dass die Menschen sich mit wichtigen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse versorgen können. Und wie ich vom Morgen bereits berichtet hatte: Es werden auch hier Lebensmittel entsorgt, es ist also genug vorhanden.


Ich beim Zahnklempner

Rückblick:

1986, irgendwo in Hamburg-Billstedt (Stadtteil mit erhöhtem Migrationsanteil und erhöhtem Anteil an schlechten Zahnärzten, einer war meiner).
In einem Wartezimmer warten gefühlte 20 Leute auf ihren Arzttermin. Die Luft ist gefüllt mit allen Düften, die die menschliche Nase mit „Zahnarzt“ assoziiert, man hört das Kreischen des Zahnarztbohrers, gepaart mit dem Kreischen von Kindern, die selbigen gerade genießen dürfen. Eins dieser Kinder bin ich. Genauer gesagt bin ich eins dieser Kinder, bei denen der Bohrer noch weh tut, wenn er schon lange nicht mehr in der Hand der Ärztin ruht, weil die mittlerweile damit beschäftigt ist, massig Amalgam in den Zahn zu schütten. Geschrien wird trotzdem noch wie am Spieß. Is ja auch kein Wunder. Welches Kind mag schon eine Behandlung mit dem Bohrer, wenn die Behandlung mit der Betäubungsspritze vorher ausblieb? Solche Erlebnisse sorgten dafür, dass ich bei den folgenden Besuchen zuerst die ganze Praxis zusammenschrieh, mich danach auf den Boden schmiss und erst dann unter schärfstem Protest den Stuhl besetzte. Im Nachhinein betrachtet war ich wohl der Grund für eine nicht unerhebliche Zahl an verspäteten Arztterminen und verängstigten Kindern.

2012, irgendwo in Heidelberg-Ziegelhausen.
Ich betrete die Praxis des Zahnarztes meiner Freundin. Nach ewig langem Schwärmen hatte sie mich soweit, dass ich mir – nach einigen Jahren Pause – einen Zahnarzttermin geholt hatte. Nach einigen Kommentaren zu meinen Zähnen („Ihr Verhalten bezüglich regelmäßiger Zahnarzttermine ist kamikaziös“) und der Information, dass sogar meine Eltern sich in der Zwischenzeit einen Zahnarzttermin geholt hatte, keimte in mir die Erkenntnis, dass es langsam mal wieder Zeit wäre. So stand ich nun also hier im Eingangsbereich der Praxis, die ähnlich herzlich eingerichtet ist wie die vor 26 Jahren. Das Warten im Wartezimmer brachte aber schon den ersten Unterschied: Ich war alleine. An der Garderobe hingen zwei Jacken, die sich nicht um mich scherten. Wenn man genau horchte, hörte man – nichts. Kein Kreischen des Bohrers, kein Kreischen von Kindern – nichts. Wird hier überhaupt gearbeitet?
Ich wurde ins Behandlungszimmer gebeten. Mund auf, reingeschaut, Auswahl an Füllung getroffen, und ab die Post. „Spüren Sie das?“ Der Arzt hatte mir irgendwas an den Zahn gesprüht, der daraufhin tatsächlich zu schmerzen anfing (ich habs doch gewusst, dass das wehtut!). „Butangas, welches beim Verdampfen sehr tiefe Temperaturen erzeugt und damit nachweist, dass der Zahn noch lebt“. Na, wenigstens etwas… Dann kamen die Spritzen an die Reihe. Zumindest glaube ich das, denn gespürt habe ich sie nicht. Ich konnte also nur vertrauen, dass sie gesetzt wurden. Und dann die Mutter aller Folterinstrumente: Der Bohrer. Mein Kiefer vibrierte, der Kopf wurde nach links und rechts gedrückt, es spritze, es zischte und kreischte – nur schmerzen tat es nicht. Ich traute dem Frieden noch nicht und wartete leicht angespannt (leicht untertrieben) auf den Schmerz, aber er blieb aus. Diese Betäubung machte offensichtlich ’nen verdammt guten Job. Irgendwann lag ich da und dachte mir „Bohr doch, bohr doch, mich kriegste nicht klein, ich bin betäubt, ätsch!“
Ehe ich mich mit dem Gedanken, dass ein Zahnarztbesuch vielleicht doch nicht so schlimm ist, anfreunden konnte, war ich auch schon fertig. Auf die Frage hin, wie es war, konnte ich der Arzthelferin nur antworten, dass ich ein wenig enttäuscht bin, weil ich eigentlich erwartet hatte, dass der Arzt mir wenigstens ein paar Rechtfertigungen liefern würde, wieso ich den Besuch so lange aufgeschoben hatte. War aber nicht drin, dafür war es zu harmlos.

P.S.: Kleiner Tipp: Wenn man fertig ist und den Mund ausspülen möchte: Konzentrieren! Mund ausspülen mit Betäubung funktioniert nicht so gut wie normalweise! Eure Hose wirds euch danken, wenn sie ohne Wasserschaden nach Hause gehen darf…


Freie Fahrt für freie Nasen

Einige von euch haben es mitbekommen, dass ich Anfang März an der Nase operiert wurde. Nun, knapp einen Monat später, ist es Zeit für einen Kassensturz: Was hat es eigentlich gebracht? Bevor ich darauf eingehe, hier die Kurzfassung der Vorgeschichte:

Nachdem ich jahrelang mit einer nicht komplett freien Nase durchs Leben lief, führte mich eine Nasennebenhöhlenentzündung Anfang des Jahres zum HNO-Arzt mit der längsten Wartezeit meines Vertrauens. Zum besseren Befreien der Nebenhöhlen bekam ich ein Spray, welches die Schleimhäute abschwillen ließ. Das erste Mal, solange ich mich erinnern konnte, konnte ich frei durch die Nase atmen, bis dato wusste ich nicht, wie sich das anfühlt. Also bin ich zurück zu meiner Ärztin und habe ihr gesagt, dass ich dieses Gefühl dauerhaft haben möchte (quasi ein wir-machen-den-Nasenweg-frei-Abo). Gesagt, getan, nach ein paar Tests stand fest, die Nasenscheidewand muss korrigiert werden und die Schleimhäute verkleinert. Auf dem Röntgenbild äusserte es sich wie folgt (nein, das ist keine Scream-Maske, das bin ich):

(ich glaube, ich muss nicht explizit drauf hinweisen, wo die schiefe Nasenscheidewand ist, oder?)

Am 07.03 fand ich mich also unter’m Messer wieder. Kurz und schmerzlos (danke, Vollnarkose) wurden die nötigen Veränderungen vorgenommen, so dass ich kurz nach der OP schon wieder nach Hause wollte.

Aber freie Nase war erst einmal nicht. Die ersten 24 Stunden musste ich eine Rotzschleuder unter der Nase tragen, zusätzlich steckten in den Nasenlöchern je ein Ding, welches beim Rausnehmen wie ein hartes Etwas umhüllt von einem Kondom aussah. Unglaublich, wie groß es war und dass es in meine Nase passte. Nebenbei sah ich auch noch ziemlich besch…eiden aus:

Sollte aber kein Problem darstellen, schließlich war ich nur zu Hause, musste nicht raus und trat somit niemandem unter die Linse… bis zum nächsten Nachmittag, wo ich in die Praxis musste, um Rotzbremse und Co. loszuwerden. Leider war Phili mit dem Auto aufm Weg nach Karlsruhe, mir blieb also nichts anderes übrig, als in den Öffentlichen Verkehrsmitteln Hannibal Lecter zu spielen. Dass genau in den Bus, den ich nahm, eine schwäbische Schulklasse einstieg („sprechen die in Mannheim eigentlich auch schwäbisch?“ – „isch glaub scho, oda?“), spricht für mein ungeheueres Glück…

Rotzbremse und Kondom waren also weg, die Nase war frei. Theoretisch. Denn praktisch war es so, dass die Nasenschleimhäute durch die Beschneidung ziemlich gereizt waren (was ich als Mann sehr gut nachvollziehen kann), weswegen sie ohne Ende lief (und zwar nicht á la ein Spaziergang, wir reden hier von einem Marathon!). Dieser Zustand hielt einige Tage an, wurde aber durch regelmäßige Nasenspülungen gelindert.

Nun sind knapp ein Monat vergangen und ich kann sagen, die OP hat sich voll und ganz gelohnt. Ich kann endlich frei atmen, das klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich erregend. Aber es ändert für mich enorm viel. Normalerweise fing mein Tag mit der Benutzung eines Taschentuchs an und endete auch mit diesem, kein Witz. Morgens aufstehen, ins Klo torkeln, Taschentuch. Abends Zähneputzen, ins Bett fallen, Taschentuch. Das weiße Stück Papier war mein ständiger Wegbegleiter, immer und überall. Mittlerweile benötige ich es nur noch wenig und im Tagesablauf hat es erst sehr spät seinen Auftritt.

Ich habe mich mittlerweile schon dabei erwischt, wie ich in langweiligen Sitzungen mir die Zeit damit vertrieben habe, tief ein- und auszuatmen. Warum? Weil ich’s kann! Und weil es sich geil anfühlt (und interessanter ist als die Sitzung)! Einfach nur ein und aus und dabei das Gefühl genießen, wie es sich anfühlt und anhört. Denn das ist der zweite Punkt: Ich atme leiser, quasi lautlos. Kannte ich bis dato auch nicht. Man hört es einfach nicht, kein Schnaufen, kein Schniefen, nichts. Der Hammer!Und das, obwohl die Nase manchmal noch läuft. Das ist die nächste geniale Erkentnis: Meine Nase kann laufen und ich kann trotzdem durch die Nase atmen, ohne Probleme. Früher wusste ich: Wenn die Nase läuft, ist sie dicht, kein Atmen möglich. Heute ist meine Nase multitaskingfähig: Laufen und atmen, beides gleichzeitig! Ihr ahnt nicht, wie toll das ist.

Zum Ende noch was kurioses: Als ich am Morgen nach der OP mich anzog, fand ich an meinem Körper folgendes:

Dass die Dinger nach der OP an mir vergessen wurden, ist schon ein wenig kurios. Viel faszinierender finde ich, dass ich bei der OP das OP-Hemd und darunter ein T-Shirt trug. Ham die mich während der OP komplett entkleidet, um die Dinger anzukleben?!?

Gruß
Hauke


Aus H wurde D

Heute habe ich endlich vollzogen, was ich schon länger geplant hatte: Ich habe unseren Passat auf meinen Namen angemeldet. Bisher lief er auf Philis Vater, ein Versicherungswechsel machte allerdings das Ummelden nötig.

Nun mögt ihr euch fragen, wieso mir das ein Blogeintrag wert ist (nachdem ich mich wochenlang nicht gemeldet hab). Ganz einfach: Das war verdammt hart für mich! Denn mit der Ummeldung ging auch ein Austausch der Nummernschilder einher. Vorbei ist die Zeit von HH-PH 250. Auf PH könnte ich zur Not noch verzichten und 250 war ne Zufallszahl. Aber HH ist futsch!!! Das, was (glaubt man einigen Heidelbergern) für die Heppenheimer (HP) im Straßenverkehr immer ein Traum bleiben wird, ist für mich nun Realität: Ich habe ein HD-Kennzeichen…

Heute nach der Arbeit hatte ich mir vorgenommen, zur Zulassungsstelle zu fahren. Die Arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten bis 12 Uhr Montags und Freitags und bis 16 Uhr Dienstags und Donnerstags legten diesen Entschluss nahe. Alle nötigen Unterlagen hatte ich zusammengesammelt, so dass der Ummeldung nichts mehr im Wege stand. Mit schmutzigen Fingern und ner Handvoll Papier stand ich vor dem Zulassungsmenschen (Marke Lebensmotto:“Trocken wie Knäckebrot ist auch eine Emotion“). Dieser pürfte meine Unterlagen und spulte seinen 0815-Standarttext runter. „Möchten Sie ein Wunschkennzeichen?“. „Nee, is egal, hauptsache am Anfang steht HH“, dachte ich. Gesagt hab ich aber eher „ja gerne, wie setzt sich das denn zusammen?“. Im Kopf hatte ich mir schon ein Kennzeichen zurechtgebastelt, HD-PH 149 hätte es werden sollen. Blöderweise gibt es eine Hinterwäldler-Regelung, die besagt, dass das Nummernschild entweder zwei Buchstaben und zwei Zahlen oder einen Buchstaben und drei Zahlen beinhalten muss. Damit war mein Wunschkennzeichen schonmal gestorben. Mein Einwurf, unser bisheriges Kennzeichen hätte aber zwei Buchstaben und drei Zahlen gehabt, erwiderte er in seiner konstant monotonen Art mit „Heidelberg ist nicht Hamburg“ (wie Recht er doch hat!!!). Nachdem ich mich für eine Alternative entschieden hatte und alle sonstigen Formalitäten geklärt waren, holte der Partykracher vor mir noch einmal zum letzten Schlag aus: „Sie können jetzt  das alte Kennzeichen entwerten. Gehen Sie dazu zu der Maschine in der Mitte des Raumes (eine Art Bohrer) und entfernen Sie einfach (!!!) damit das Landeswappen“. Wenn der gute Mann vorher nicht die ganze Zeit so konsequent furztrocken die Nummer durchgezogen hätte, ich hätt schwören können, dass er an diesem Satz Spaß gefunden hätte. Es war sicherlich seine persönliche Rache für diesen tollen Job, den er da Tag ein, Tag aus ausführen darf. Innerlich hat er mit Sicherheit gegrinst wie ein Honigkuchenpferd und den Moment genossen, in dem ich das Wappen meiner Heimatstadt zerstören musste. Als er dann noch auf den neuen Schildern das neue Landeswappen aufklebte, realisierte ich final, was ich da gerade tat. Egal, nu is es zu spät, die neuen Dinger sind drauf. Mal schauen, wie es mir morgen früh geht, wenn ich sie das erste Mal so bewusst am Auto sehe…

Gruß
Hauke


Frühstück ist fertig

Kinners, ich rate euch, backt mal Brötchen selber. Ist lecker, gesund (ausser Gurken-Brötchen), mnan weiß, was drin ist und sie sättigen ungemein.Wir haben es heute Morgen gemacht und nun bin ich gefühlt bis Sonntagabend satt.

Gruß
Hauke