Laktat-Test

Um nicht Gefahr zu laufen (Vorsicht, Doppeldeutigkeit!), für einen Marathon zu trainieren und dann beim Wettbewerb erschöpft zusammenzubrechen, weil ich falsch trainiert habe, habe ich mich gestern einem Laktat-Test unterzogen. Und was soll ich euch sagen? Ich habe bestanden!
Scherz beiseite, ich wollte wissen, wie es um meine Lauffitness und meine Pulsbereiche bestimmt ist. Dazu ging ich ins Fitnesscenter meines Vertrauens und traf dort auf Gregor, der mit mir diesen Test durchführen durfte. Der Ablauf ist relativ simpel und recht schnell erzählt: Ich lauf jeweils 4min auf dem Laufband bei einer definierten Geschwindigkeit. Danach wird mir Blut abgenommen, um den Laktatwert zu messen. Danach geht es wieder für 4min aufs Laufband, dieses Mal wird die Geschwindigkeit aber um 1,5km/h erhöht. Dann wieder runter, Blut abnehmen, Laktat messen, wieder rauf etc. etc. Ende ist dann entweder, wenn ich sage, dass ich nicht mehr erhöhen möchte oder nicht mehr kann oder wenn ich kollabiere (worst Case). Wir fingen bei 6km/h an (schnelles Gehen quasi). Fux wie ich bin bin ich zum Test mit langer Jogginghose gekommen, was eine tolle Idee ist, wenn man hohe Geschwindigkeiten laufen soll und das nicht draussen in freier Natur und Wetter sondern drinnen aufm Laufband und bei schwacher Klimaanlage machen darf. Schweiß, was willste mehr?!?
Ich erspare euch jetzt den haarsträubenden und beeindruckenden Bericht vom Lauf in den einzelnen Geschwindigkeiten (speziell 6km/h und 7,5km/h würde euch vom Hocker hauen), nur soviel: Es ist abartig! Versucht mal, 4min 15km/h zu laufen. Das treibt euch den Puls in Regionen, wo kein Gras mehr wächst. Die Lunge ist da auch schon ausgestiegen, man atmet nur noch auf Milz. Ach ja, und man schwitzt, egal ob mit langer oder kurzer Hose. Aber irgendwann ist man hat man es geschafft, darf auslaufen und sich dann die Ergebnisse am PC ansehen. Das sah bei mir dann wie folgt aus:

Laktat-Testergebnis

 

Was erzählt das Testergebnis nun?
Kernaussage für mich ist, dass mein Körper von aerober Verbrennung zur anaeroben Verbrennung bei einem Puls von 165 umschaltet. Ausserdem kenne ich nun die Pulsbereiche, bei denen ich die einzelnen Läufe aus dem Trainingsplan laufen sollte. Ich kann nun also die Belastung im Training genau so steuern, wie ich sie brauche. Will ich nun also am Wochenende einen langen Lauf machen, sollte mein Puls nicht über 139 steigen. Will ich meine Ausdauer im hohen Geschwindigkeitsbereich trainieren, sollte ich meinen Puls in den Bereich knapp unter 165 bringen.

Wieder was dazu gelernt…

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