Der Countdown läuft…

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Peng, das war der Startschuss. Heute war Tag 1 meines Trainingsplanes für den Hamburg Marathon. Der Trainingsplan sieht insgesamt 46 Läufe vor über einen Zeitraum von 12 Wochen. Macht also nach Adam Riese ca. vier Läufe pro Woche. Ich habe mir fest vorgenommen, alle Läufe hier auf meinem Blog zu veröffentlichen und zu kommentieren (wenn es mal nicht klappt, war der Lauf zu anstrengend).

Heute also Lauf 1.
Der Plan sieht als Einstieg vor, dass ich 50 min einen lockeren Dauerlauf hinlege. Hört sich für einen Laien vielleicht nicht ganz nach Marathontraining an, aber erstens ist es das doch und zweitens ist es ja erst der Anfang :-). Damit ihr einschätzen könnt, was das auf meine (trainierte oder untrainierte) Person bezogen bedeutet: Lockerer Dauerlauf laufe ich ca. mit Puls 150, was recht hoch ist und von mir bei Geschwindigkeiten von 5:30 min/km (=11km/h) erreicht wird. Ich meine, das kann man mal laufen und ich bin es auch schon mehrfach gelaufen, allerdings nicht über 50min, daher habe ich keinen blassen Schimmer, ob ich das schaffen werde. Aber da stelle ich mich einfach blöd und stur und vertraue auf den Plan: Wenn der sagt, dass ich das kann, dann wird das wohl so sein.
Ich entscheide mich für meine Hausstrecke den Neckar entlang Richtung Heidelberg. Ich schätze, dass ich bei 50min Laufzeit und Puls 150 ungefähr 25min laufe, hinter der Alten Brücken umdrehe und zurücklaufe. Dazugerechnet werden muss noch das Einlaufen (man startet ja nicht aus’m Stand mit Puls 150; ich jedenfalls nicht), wofür ich mal ungefähr einen Kilometer einplane. Die (erste) Herausforderung hierbei sehe ich darin, am Anfang nicht zu schnell zu laufen und zu schnell auf den gewünschten Puls zu kommen, weil das ziemlich viel Energie frisst, die man im Zweifel später noch gebrauchen kann.

Ich starte also frohen Mutes und ausreichend warm gekleidet. Es ist netterweise trocken, aber kühl (2°C) und bereits dunkel. Wie geplant, versuche ich langsam loszulaufen. Klappt natürlich wieder einmal nicht. Ich denke mir immer wieder, dass beim Laufen das A und O die Selbstdisziplin ist. Blöd nur, wenn man diese Erkenntnis dann nicht in der Praxis anwendet. so bin ich nach ca. 800m schon bei Puls 145 und starte die Pulsuhr. Ich pendel mich anfangs auf recht schnelle 5:15 min/km und Puls 148 ein. Nach ca. 16 min breche ich ein wenig ein und laufe nur noch 5:45min/km. Das Schöne daran, wenn der Puls vorgegeben ist, ist die Tatsache, dass man sich kaum überanstrengen kann. Wenn es anstrengender würde, ginge der Puls hoch, was ja zu vermeiden ist. Man läuft dann also langsamer und ist trotzdem im Soll, gefällt mir :-).
Auf der Höhe der Stadthalle von Heidelberg, also deutlich weiter als erwartet, passiere ich die 25min-Marke mit 4,5km auf der Uhr und ich drehe um. Obwohl ich mir sicher bin, dass an dieser Stelle der Weg keine Steigung hat, fühlt sich das Laufen nun leichter an, wogegen ich mich nicht wehre. Wenn man der Theorie glauben darf, dass man Läufe immer im Streckenverhältnis 51:49 läuft (51% der Strecke läuft man in der ersten Hälfte der Zeit und 49% in der zweiten Hälfte), dürfte ich am Ende auf etwas unter 9km kommen. Mittlerweile habe ich leider ein wenig die Kontrolle über meinen Puls verloren. War es anfangs  noch mein Ziel, ihn in der Nähe von 147 zu halten, ging er mir gegen Ende der ersten Hälfte auf 150 hoch. Nun, zu Beginn der zweiten Hälfte, steigt er auf 154, was zu viel ist und meiner Motivation , schneller zu laufen, geschuldet ist. Ich versuche, gegen anzukämpfen, es bleibt bis zum Ende ein zäher Kampf. Der Rest des Laufes plätschert so vor sich hin. Ich fühle mich gut, hab keine Atem- oder sonstige Probleme, würde gerne schneller laufen, reiße mich aber zusammen und erreiche ca. 1,25km vor unserer Wohnung die 50min. Die restlichen Kilometer trabe bzw. gehe ich, um die Beine nicht abrupt zu entlasten.

Unter’m Strich stehen die erwarteten 8,9km bei einem Durchnittspuls von 152 (leider zu hoch) und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5:37 min/km bzw. 10,7 km/h, was ganz ordentlich ist. Morgen ist Pause bzw. ich habe einen Termin für einen Laktattest, um meinen genauen maximalen Puls feststellen zu lassen. Mittwoch geht es dann weiter mit dem zweiten Lauf.

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