Monatsarchiv: Januar 2013

Tu Gutes und rede drüber

Unter dem Motto möchte ich euch mal nicht vom Fotografieren oder Laufen erzählen, sondern von meinem heutigen Arbeitstag bei der Mannheimer Tafel. Mein Arbeitsgeber, die euro engineering AG (die Schleichwerbung sei an dieser Stelle für die tolle Aktion erlaubt), hat zu Weihnachten 2011 der Tafel eine Spende überreicht und bei der Gelegenheit die Mitarbeiter aufgefordert, einen Arbeitstag bei der Tafel mitzuarbeiten, wofür sie vom Arbeitgeber freigestellt wurden. Leider, so muss man sagen, kamen dieser Bitte lediglich ca. 16 Mitarbeiter nach (schwache Leistung bei über 100 Kollegen). Ich zögerte damals nicht wirklich lang und sagte zu.
Mit Spannung fuhr ich heute Morgen nach Mannheim in die Neckarstadt, um um 8 Uhr am Laden zu sein. Nach der Erklärung des Ladens, des Prinzips, der Aufgaben etc. war die erste Aufgabe, Lebensmittel vom Vortag, welches nicht mehr genießbar war, zu entsorgen. Im Grunde genommen traurig zu sehen, wie viele Lebensmittel, die selbst in zweiter Hand keinen Abnehmer mehr finden, entsorgt werden müssen. Danach hieß es warten auf die Lieferung der neuen Lebensmittel. Vor dem Eingang bildete sich bereits eine Ansammlung von Kunden.
Als die Lieferung eintraf, rotierten die mittlerweile knapp 8 Mitarbeiter und verstauten die Lebensmittel in den Regalen. Von Gemüse über Konservendosen, gekühlten Lebensmittel bis hin zu Backwaren war das Sortiment breit gefächert. Ich hatte zusammen mit meinem Kollegen von euro engineering den Verkauf der Backwaren unter mir. Nachdem wir in bester Ingenieursmanier doe Brote, Brötchen, süßen Teilchen und Baguettes sortiert hatten, wurde auch schon die Tür geöffnet und die Kunden strömten in den Laden. Eintreten durfte man allerdings nur, wenn der Laden nicht überfüllt war und man einen Nachweis für geringes Einkommen hatte.

Der Tag an sich verlief ruhig. Die Leute rissen uns die Ware nicht gerade aus den Regalen, aber menschenleer war der Verkaufsraum auch zu keiner Zeit (dafür wuselten auch zu viele ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer rum). Das Klientel hatte – Vorurteile hin oder her – zumeist einen Migrationshintergrund und nicht selten nur rudimentäre Deutschkenntnisse. Nach einiger Zeit hörte man sich aber rein und wusste bei Aussagen wie „noch“, dass damit eigentlich „noch ein Brötchen mehr“ gemeint ist. Ungeachtet dessen war die Atmosphäre im Laden sowohl bei den Kollegen als auch bei den Kunden freundlich. Die Kunden zeigten sich dankbar, speziell wenn man noch ein Brötchen und noch ein Brötchen und noch ein Baguette und noch ein Brötchen und… in die Tüten packte.
Was ich aber nicht vergessen werde: Im Laufe des Nachmittags kam eine junge Dame mit ihrer Tochter in den Laden. Sie mag ein wenig jünger als ich gewesen sein, gutaussehend und ansprechend gekleidet und lief ruhig durch den Laden, bis ihr Weg sie schließlich an unsere Backwarentheke führte. Aber anstatt eines Fingers, der ausgestreckt auf das gewünschte Brötchen oder Brot zeigte, hörte ich ein freundliches „ich bekomme bitte drei Brötchen mit Salz und Kümmel“!!! Hätte ich nicht aufgepasst, wäre mir der Unterkiefer direkt durch den Boden geschossen. Vielleicht war ich durch das viele Fingerzeigen und „noch“ Gerufe des bisherigen Tages ein wenig verblendet und vielleicht kann ich mich auch nicht ganz freisprechen von Vorurteilen, was den Zusammenhang zwischen Armut und sprachlicher Kompetenz angeht. Aber mit solch einer Ansprache hab ich nicht wirklich gerechnet. Auch der liebevoll gesprochene Satz in Richtung ihrer Tochter „was möchtest du denn gerne haben, mein Schatz“ passte überhaupt nicht in das Bild. Diese Begegnung ließ mich im Nachhinein nachdenken, wieso Leute in Armut geraten können und wie sie damit umgehen. 

Was ist nun mein Resüme des Tages?
Ein solcher Tag ist auch jeden Fall nicht verkehrt, keine verschwendete Zeit und lehrt einem nicht zuletzt Dankbarkeit ob der eigenen Situation. Ich habe mich aber auch im Laufe des Tages gefragt, wie schnell und wodurch bedingt ich persönlich in solch eine Situation kommen könnte, dass ich Kunde bei einer Tafel bin.
Neben dem ganzen positiven Gerede und Denkanstöße setzen, möchte ich aber auch erwähnen, dass es nicht nur die dankbaren von Armut betroffenen Kunden gab. Ich möchte niemanden vorverurteilen, dessen persönliche Situation ich nicht kenne und nicht einschätzen kann. Aber es verwundert einen zumindest, wenn eine junge Dame, schick gekleidet und mit hochhackigen Schuhen, oder ein junger Mann, ebenfalls schick gekleidet und mit Ohrstöpseln (hängt da etwa am anderen Ende ein iPhone?), in den Laden kommt. Auch wundert man sich, wieso Kunden 20 Brötchen kaufen. Nicht vergessen werde ich auch die Situation, als eine Frau 10 Brötchen haben wollte. Ihr Mann, der neben ihr stand und ne Minute zuvor ebenfalls 10 Brötchen genommen hatte, wies sie drauf hin, dass er bereits die gewünschten Brötchen geholt hat. Ein Blick der Frau in die Tüte zeigte ihr aber, dass es die falschen Brötchen waren. Also holte sie noch einmal neue. Ham sie halt 10 Brötchen zuviel… Es lässt sich sicher nicht bestreiten, dass die Einrichtungen der Tafel nicht nur ge- sondern auch missbraucht werden. Aber ich denke, man sollte nicht sein Augenmerk auf die wenigen legen, die das Angebot missbrauchen, sondern auf die vielen, die es gebrauchen, weil sie darauf angewiesen sind, es ihre finanzielle Situation ein klein wenig entspannt und es nicht zuletzt auch dafür sorgt, dass die Menschen sich mit wichtigen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse versorgen können. Und wie ich vom Morgen bereits berichtet hatte: Es werden auch hier Lebensmittel entsorgt, es ist also genug vorhanden.


Kleine dreckige Fahrtspiele…

2. Lauf Fahrtspiel

Heute stand der zweite Trainingslauf aus dem Marathontrainingsplan auf dem Programm. Das Drehbuch sah 60min Fahrtspiel vor.
Fahrtspiel? Was das? Unter Fahrtspiel versteht man das Variieren der Geschwindigkeit während des Laufes. Man geht dabei aber nicht wie beim Intervalllauf einer Vorgabe nach sondern variiert frei Schnauze, allerdings mit dem Ziel, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende der eines normalen Laufes gleicht. Klingt schwierig, stellt sich aber irgendwie ein (oder auch nicht). Die große Herausforderung dabei ist in meinen Augen, sich nicht gleich am Anfang zu verausgaben, sondern auch nach 60min noch nen Sprint oder schnellen Abschnitt hinlegen zu können. Hierfür ist es auf jeden Fall von Vorteil, seinen Körper und seine Leistungsfähigkeit zu kennen. Wer sie nicht kennt, wird sie spätestens nach dem Lauf besser kennengelernt haben. Als Geschwindigkeiten bietet sich alles von lockerem Traben bis hin zum Sprint an. Je höher der Puls kommt und gehalten werden kann, desto besser (war jedenfalls meien Devise). Ich hatte einige schnelle Abschnitte mit Geschwindigkeiten von 4:30-4:00min/km eingebaut, die ich erstaunlich lange laufen konnte. Auch schnellere Abschnitte von kontinuierlich 5:00min/km mit abschließendem Sprint gingen erstaunlich gut. Die langsamen Abschnitte liefen aber auch nicht schlecht.
Unter’m Strich war ich erstaunt, dass ich nach dem ersten Lauf vorgestern und dem Laktat-Test gestern heute schon wieder fit genug war. Lag möglicherweise daran, dass meine Freundin gestern meinem Betteln nachgab, zum Abendessen Nudeln zu kochen (vielen Dank, mein Deern 😉 ). Nun werde ich morgen den lauffreien Tag genießen, bevor übermorgen dann der Lauf ansteht.


Laktat-Test

Um nicht Gefahr zu laufen (Vorsicht, Doppeldeutigkeit!), für einen Marathon zu trainieren und dann beim Wettbewerb erschöpft zusammenzubrechen, weil ich falsch trainiert habe, habe ich mich gestern einem Laktat-Test unterzogen. Und was soll ich euch sagen? Ich habe bestanden!
Scherz beiseite, ich wollte wissen, wie es um meine Lauffitness und meine Pulsbereiche bestimmt ist. Dazu ging ich ins Fitnesscenter meines Vertrauens und traf dort auf Gregor, der mit mir diesen Test durchführen durfte. Der Ablauf ist relativ simpel und recht schnell erzählt: Ich lauf jeweils 4min auf dem Laufband bei einer definierten Geschwindigkeit. Danach wird mir Blut abgenommen, um den Laktatwert zu messen. Danach geht es wieder für 4min aufs Laufband, dieses Mal wird die Geschwindigkeit aber um 1,5km/h erhöht. Dann wieder runter, Blut abnehmen, Laktat messen, wieder rauf etc. etc. Ende ist dann entweder, wenn ich sage, dass ich nicht mehr erhöhen möchte oder nicht mehr kann oder wenn ich kollabiere (worst Case). Wir fingen bei 6km/h an (schnelles Gehen quasi). Fux wie ich bin bin ich zum Test mit langer Jogginghose gekommen, was eine tolle Idee ist, wenn man hohe Geschwindigkeiten laufen soll und das nicht draussen in freier Natur und Wetter sondern drinnen aufm Laufband und bei schwacher Klimaanlage machen darf. Schweiß, was willste mehr?!?
Ich erspare euch jetzt den haarsträubenden und beeindruckenden Bericht vom Lauf in den einzelnen Geschwindigkeiten (speziell 6km/h und 7,5km/h würde euch vom Hocker hauen), nur soviel: Es ist abartig! Versucht mal, 4min 15km/h zu laufen. Das treibt euch den Puls in Regionen, wo kein Gras mehr wächst. Die Lunge ist da auch schon ausgestiegen, man atmet nur noch auf Milz. Ach ja, und man schwitzt, egal ob mit langer oder kurzer Hose. Aber irgendwann ist man hat man es geschafft, darf auslaufen und sich dann die Ergebnisse am PC ansehen. Das sah bei mir dann wie folgt aus:

Laktat-Testergebnis

 

Was erzählt das Testergebnis nun?
Kernaussage für mich ist, dass mein Körper von aerober Verbrennung zur anaeroben Verbrennung bei einem Puls von 165 umschaltet. Ausserdem kenne ich nun die Pulsbereiche, bei denen ich die einzelnen Läufe aus dem Trainingsplan laufen sollte. Ich kann nun also die Belastung im Training genau so steuern, wie ich sie brauche. Will ich nun also am Wochenende einen langen Lauf machen, sollte mein Puls nicht über 139 steigen. Will ich meine Ausdauer im hohen Geschwindigkeitsbereich trainieren, sollte ich meinen Puls in den Bereich knapp unter 165 bringen.

Wieder was dazu gelernt…


Bewerbungsfotos

Vor ein paar Tagen wurde ich von meiner Kollegin Susi gefragt, ob ich von ihr Bewerbungsfotos machen könnte. Klar kann ich das, nur hab ich keine Ahnung, wie. Aber andere haben es auch schon geschafft und so lese ich mich ein wenig im Internet schlau, sammle ein paar Ideen und schlage damit und mit einem Camera-Equipment gestern bei Susi auf (der Satz ist mir jetzt von der Zeitform irgendwie entglitten…). Von dem Ergebnis möchte ich euch derer vier präsentieren.

Susi-3

Susi-2

Susi-6

Susi-7

Für die, wo es sofort bemerkt haben (das war badisch): Ja, die Wand ist nicht weiß. Das ist sie auch in Natur nicht. Das hab ich mir aber erst am nächsten Tag erzählen lassen. Ohne dieses Wissen kann man verdammt viel Zeit in der Bearbeitung verbringen und sich wundern, wieso alles weiß auf dem Bild schon lange ausgebrannt ist und nur die blöde Wand weiterhin stur grau bleibt…


Der Countdown läuft…

Bildschirmfoto 2013-01-28 um 21.34.07

Peng, das war der Startschuss. Heute war Tag 1 meines Trainingsplanes für den Hamburg Marathon. Der Trainingsplan sieht insgesamt 46 Läufe vor über einen Zeitraum von 12 Wochen. Macht also nach Adam Riese ca. vier Läufe pro Woche. Ich habe mir fest vorgenommen, alle Läufe hier auf meinem Blog zu veröffentlichen und zu kommentieren (wenn es mal nicht klappt, war der Lauf zu anstrengend).

Heute also Lauf 1.
Der Plan sieht als Einstieg vor, dass ich 50 min einen lockeren Dauerlauf hinlege. Hört sich für einen Laien vielleicht nicht ganz nach Marathontraining an, aber erstens ist es das doch und zweitens ist es ja erst der Anfang :-). Damit ihr einschätzen könnt, was das auf meine (trainierte oder untrainierte) Person bezogen bedeutet: Lockerer Dauerlauf laufe ich ca. mit Puls 150, was recht hoch ist und von mir bei Geschwindigkeiten von 5:30 min/km (=11km/h) erreicht wird. Ich meine, das kann man mal laufen und ich bin es auch schon mehrfach gelaufen, allerdings nicht über 50min, daher habe ich keinen blassen Schimmer, ob ich das schaffen werde. Aber da stelle ich mich einfach blöd und stur und vertraue auf den Plan: Wenn der sagt, dass ich das kann, dann wird das wohl so sein.
Ich entscheide mich für meine Hausstrecke den Neckar entlang Richtung Heidelberg. Ich schätze, dass ich bei 50min Laufzeit und Puls 150 ungefähr 25min laufe, hinter der Alten Brücken umdrehe und zurücklaufe. Dazugerechnet werden muss noch das Einlaufen (man startet ja nicht aus’m Stand mit Puls 150; ich jedenfalls nicht), wofür ich mal ungefähr einen Kilometer einplane. Die (erste) Herausforderung hierbei sehe ich darin, am Anfang nicht zu schnell zu laufen und zu schnell auf den gewünschten Puls zu kommen, weil das ziemlich viel Energie frisst, die man im Zweifel später noch gebrauchen kann.

Ich starte also frohen Mutes und ausreichend warm gekleidet. Es ist netterweise trocken, aber kühl (2°C) und bereits dunkel. Wie geplant, versuche ich langsam loszulaufen. Klappt natürlich wieder einmal nicht. Ich denke mir immer wieder, dass beim Laufen das A und O die Selbstdisziplin ist. Blöd nur, wenn man diese Erkenntnis dann nicht in der Praxis anwendet. so bin ich nach ca. 800m schon bei Puls 145 und starte die Pulsuhr. Ich pendel mich anfangs auf recht schnelle 5:15 min/km und Puls 148 ein. Nach ca. 16 min breche ich ein wenig ein und laufe nur noch 5:45min/km. Das Schöne daran, wenn der Puls vorgegeben ist, ist die Tatsache, dass man sich kaum überanstrengen kann. Wenn es anstrengender würde, ginge der Puls hoch, was ja zu vermeiden ist. Man läuft dann also langsamer und ist trotzdem im Soll, gefällt mir :-).
Auf der Höhe der Stadthalle von Heidelberg, also deutlich weiter als erwartet, passiere ich die 25min-Marke mit 4,5km auf der Uhr und ich drehe um. Obwohl ich mir sicher bin, dass an dieser Stelle der Weg keine Steigung hat, fühlt sich das Laufen nun leichter an, wogegen ich mich nicht wehre. Wenn man der Theorie glauben darf, dass man Läufe immer im Streckenverhältnis 51:49 läuft (51% der Strecke läuft man in der ersten Hälfte der Zeit und 49% in der zweiten Hälfte), dürfte ich am Ende auf etwas unter 9km kommen. Mittlerweile habe ich leider ein wenig die Kontrolle über meinen Puls verloren. War es anfangs  noch mein Ziel, ihn in der Nähe von 147 zu halten, ging er mir gegen Ende der ersten Hälfte auf 150 hoch. Nun, zu Beginn der zweiten Hälfte, steigt er auf 154, was zu viel ist und meiner Motivation , schneller zu laufen, geschuldet ist. Ich versuche, gegen anzukämpfen, es bleibt bis zum Ende ein zäher Kampf. Der Rest des Laufes plätschert so vor sich hin. Ich fühle mich gut, hab keine Atem- oder sonstige Probleme, würde gerne schneller laufen, reiße mich aber zusammen und erreiche ca. 1,25km vor unserer Wohnung die 50min. Die restlichen Kilometer trabe bzw. gehe ich, um die Beine nicht abrupt zu entlasten.

Unter’m Strich stehen die erwarteten 8,9km bei einem Durchnittspuls von 152 (leider zu hoch) und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5:37 min/km bzw. 10,7 km/h, was ganz ordentlich ist. Morgen ist Pause bzw. ich habe einen Termin für einen Laktattest, um meinen genauen maximalen Puls feststellen zu lassen. Mittwoch geht es dann weiter mit dem zweiten Lauf.


Mit Tine im Wald

Ich hab mich wieder einmal mit Tine zum Knipsen getroffen. Als Location diente dieses Mal ein Wald mit See, der ganz gemütlich und romantisch in der Anflugzone des Frankfurt Airports liegt. Zum Glück geben Fotos keine Töne von sich, wenn man sie betrachtet… Da wir ne ganze Zeit lang planlos durch die Gegend liefen, wurden wir erst richtig produktiv, als es dunkel wurde. Eigentlich unglaublich, die Location hatte sicherlich mehr zu bieten. Aber vielleicht ist es auch eine Lehre für mich. Ich sollte mich weniger auf das Drumherum konzentrieren und mehr aufs Model achten. Speziell die letzten Fotos sind entstanden, als es bereits komplett dunkel war und wir eigentlich abbrechen wollten. Der Zufall wollte es, dass Tine nach eigentlich beendeter Session ihre Jacke anzog und direkt vor meinem Blitz stand, als es mir wie Schuppen aus den Haaren fiel, dass das eigentlich ziemlich cool aussieht. Also Blitz eingestellt, Camera hoch und geknipst. So kann’s gehen…

Gruß
Hauke


Blut geleckt

Bildschirmfoto 2013-01-15 um 23.13.08

Ein leichtes Grinsen ergriff mein Gesicht, als ich die Worte oben las. Kurz danach kam der Gedanke „man, bist du bescheuert“ und ich fragte mich, ob in dem Gedanken vielleicht sogar ein bisschen Wahrheit enthalten ist. Fakt ist, dass ich – noch bevor ich den Hamburg Marathon gelaufen bin (bis dahin dauert es noch 12 Wochen) – mich für den Heidelberg Trail Marathon angemeldet habe. Ich weiß, dass es genug Leute da draussen gibt, die davon abraten, in einem Jahr zwei Marathons zu laufen (noch dazu den ersten und zweiten). Aber wisst ihr was? Mir doch egal! Ich hab Lust zu laufen und Lust, meine Laufgrenzen (immer wieder neu) auszuloten. Noch dazu findet der Marathon (wie der Name schon vermuten lässt) in Heidelberg statt, garantiert also eine schöne Kulisse und Abwechslung zwischen Stadt und Wald, und es ist der erste Heidelberg-Marathon, da muss man dabei sein. Wer schonmal in Heidelberg war, weiß, dass wir hier nicht gerade schleswig-holsteinisches Flachland haben. Tatsächlich führt der fast komplette Marathon bergauf oder bergab, flach sind nur der Start und das Ziel.

Um eine Idee zu bekommen, wo der Marathon längsführt und wie das Höhenprofil aussieht, schaut ihr euch am besten mal das Video der Streckenführung an:

Ich gebe zu, noch hält sich die Vorfreude zurück bzw. sie versucht, sich tapfer ihren Weg vorbei am Respekt vor dem Lauf zu bahnen, aber ein wenig freu ich mich schon auf die Bergläufe hoch zum Königsstuhl in der Vorbereitung. Wie das Training dafür genau aussieht, weiß ich noch nicht, mir ist bisher kein Marathon-Trainingsplan für Bergläufe über den Weg gelaufen (welch Wortspiel…). Aber irgendwie wird das schon und vorher steht ja erstmal der Hamburg Marathon an. Die Vorbereitung startet Montag!

Gruß
Hauke