Workshop „Entfesselt Blitzen Outdoor“

Letzten Sonnabend führte mich mein Navi nach Iffezheim, wo ThoBa Photography einen Workshop anboten, bei dem Martin Krolop referierte. Ich verfolge ab und an Martins Blog, schaue mir seine Videos an und bewundere sein Know How und seine Fülle an Equipment (natürlich frei von jeglichem Neid). Als Model hatten wir Jana zu Gast. Die Ergebnisse aus dem Workshop hatte ich hier schon präsentiert, hier nun ein kleiner Bericht dazu.

Das Thema des Workshops lautete „Entfesselt Blitzen Outdoor“. Obwohl der Titel selbsterklärend ist, verliere ich trotzdem ein paar Worte dazu. Man könnte ihn übersetzen mit „Kamerablitz örtlich unabhängig von der Kamer (=entfesselt) draussen (=outdoor)“. Es geht also darum, den Blitz an einer beliebigen Stelle zu positionieren, um so das Fotoobjekt aus einer beliebigen Richtung zu belichten. Das Augenmerk lag hierbei unter anderem darauf, kostengünstiges Equipment (Blitz, Stativ etc.) zu nutzen, es soll ja für Hobbyfotografen erschwinglich bleiben.

Für mich war es in mehrerlei Hinsicht Neuland. Zum Einen war ich noch nie auf einem Fotografie-Workshop und hatte daher kaum eine Ahnung, wie er ablaufen würde bzw. was mich genau erwartet. Zum Anderen hatte ich noch nie ein Model fotografiert. Ich hatte zwar schon einmal das große Vergnügen, eine gutaussehende junge Dame abzulichten, sie war aber kein (erfahrenes) Model. Jana war da ein wenig erfahrener. Kaum nahm ich die Camera hoch, fing sie an zu posieren, nahm ich die Camera runter, verharrte sie und wartete auf Anweisungen. Für Aussenstehende und Füxe des Faches nichts Verwunderliches, für mich aber ziemlich verstörend beim ersten Mal.


Bei jedem war der Blitzschirm optimal positioniert, nur bei mir war er zu niedrig, was ich gekonnt nicht bemerkt habe (links). Dank Lightroom aber kein Problem (rechts)

Der Workshop startete mit einem Theorieteil, in dem das Equipment erklärt wurde und einige Tipps und Hinweise vermittelt wurden. Danach ging es dann auch direkt ans Knipsen. Wir befanden uns auf der Trabrennbahn von Iffezheim, die einige interessante Locations bot. Als erstes dienten die Stalls / Ställe / Stallungen (wie, zum Teufel, heißt die Mehrzahl von „Stall“?) als Hintergrund. Martin ging dabei stets gleich vor: Model positionieren, Licht positionieren, erklären, ein wenig knipsen und dann die Workshopteilnehmer nacheinander knipsen lassen. Angenehm dabei war, dass Martin den Rest der Meute ein wenig abseits positionierte und mit Infos, Anekdoten und Tipps unterhielt, so dass der aktuell ausführende Fotograf sich voll auf das Fotografieren konzentrieren konnte, ohne 10 Blicke im Nacken zu spüren.


Martin beim Knipsen

Motto des Tages war aber nicht nur „wir knipsen nach, was Martin uns vorgibt“. Als nächstes sind wir auf die Tribüne gegangen und Martin forderte uns auf, ein paar Ideen für die Positionierung des Models und des Lichtes zu liefern. Die anschließende Stille rief dann doch wieder den Meister auf den Plan und er bat Jana, sich mittig auf die Stufen zu setzen. Um ehrlich zu sein, ich fand diese Position nicht toll, entsprechend unzufrieden war ich mit den entstandenen Bildern.

Zum Glück rief bald die nächste Location. Der Begrenzungszaun zwischen Zuschauerraum und Rennstrecke lud zu ein paar Bildern ein und wir nahmen dankend an. Wieder machte ich den wunderbaren Fehler, die schwarze Fläche beim Blick durch die Camera gekonnt zu ignorieren, um zu Hause dann zu sehen, dass sich der Blitzschirm auf jedem (!!!) Bild wiederfand. Aber auch hier half mir wieder Lightroom und stempelte den Schirm gekonnt raus.


Die Sache mit dem Schirm


Aufbau der Location

Zu guter Letzt gingen wir noch einmal auf die Tribüne, um die Struktur der hinteren Backsteinwand ins Bild mit einzubauen. Ich ignorierte sie gekonnt und ließ mir lieber von Martin zeigen, dass ich hier mit meiner 50mm Festbrennweite tolle Portraitfotos machen konnte.


Aufbau auf der Tribüne


Nix Steinwand, aber trotzdem nicht schlecht, oder?


Mein bisheriges Lieblingsbild

Danach war Schluss. Model wie Fotografen waren nach sieben Stunden erschöpft, aber glücklich und ich konnte viele neue Ideen, Eindrücke und Positionen auf meinem nächsten Wunschzettel mit nach Hause nehmen. Es war ein toller Tag und sicherlich nicht mein letzter Fotografie-Workshop.

Gruß
Hauke

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