Monatsarchiv: April 2012

Projekt 52 – Haustür und Weggeworfen und Vergessen

Als ich heute für das „12 Monate – 1 Stadt„-Projekt unterwegs war, fielen mir auch drei Objekte zu meinem Projekt 52 ins Auge, passenderweise auch noch zu zwei unterschiedlichen Themen. Hier sind sie…

Thema „Haustür“


Zugegeben, das Bild ist nicht sonderlich spektakulär, aber es wirkte in dem Moment sehr einladend. So, als ob dahinter jemand auf einen wartet, am Tisch sitzend, mit nem Bier in der Hand und die Sonne genießend. War leider nicht nicht der Fall…

Thema „Weggeworfen und Vergessen“

 


Ich konnte mich nicht für ein Bild entscheiden, daher zeige ich hier beide.

Die anderen Kreativköppe findet ihr hier.

Gruß
Hauke

Advertisements

12 Monate – 1 Stadt

Punktlandung sind meine Spezialität. Und so kommt pünktlich zum Monatsende mein Bildbeitrag zum Projekt „12  Monate – 1 Stadt“ von Andy. Als Thema hat Andy sich dieses Mal den „Frühling“ ausgesucht (der Junge hat ein super Timing 🙂 ). Mit diesem Auftrag begab ich mich heute auf Wanderschaft durch Ziegelhausen, um gleichzeitig meine Beine ein wenig vom Halbmarathon gestern zu vertreten. Hier nun das Ergebnis.

Weitere Teilnehmer

Gruß
Hauke


„Ich lauf doch nicht freiwillig so ne lange Strecke!“

Morgen ist es soweit, da laufen Bärbel und ich den HeidelbergerHalbmarathon.

Was mir vor knapp anderthalb Jahren noch völlig unmöglich, unnötig und ausgeschlossen erschien, wird morgen Realität. dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich morgen nicht die kompletten 21 und-ein-paar-zerquetsche Kilometer laufe. Meine Fitness lässt aktuell sehr zu wünschen übrig und das Wetter bietet mit Sonne und mehr als 20° C auch nicht gerade beste Bedingungen, aber egal, wir schaffen das!

Ich möchte hier mal versuchen, meine Lauf-bahn zusammenzufassen.
Ich laufe nun seit knapp einem Jahr. Eigentlich ist es erstaunlich, dass ich zum Laufen gekommen bin. Ein paar Mal hatte ich versucht, mich für diesen Sport zu begeistern, aber jeder Versuch endete, weil mir das Laufen zu sinnfrei und zu anstrengend vorkam (typischer Anfängerfehler, wie ich heute weiß). Den Auslöser und die Motivation brachte dann vor knapp einem Jahr dieser Artikel im Hamburger Abendblatt. Schlagartig hatte ich nur noch einen Gedanken im Kopf. „Das will ich auch erleben“. Und so wuchs die Motivation und der Wille und schnell startete ich meinen ersten Lauf. Zum Glück hatte ich die Geduld, mich langsam an größere Distanzen ranzuwagen, so wurden aus anfangs 3km bald 5, 6 und 7,5km. Und einies Morgens überraschte ich mich selber damit, dass ich mir vornahm, an dem Tag 10km zu laufen. Natürlich klappte es und ich ging danach geflasht von Glücksgefühlen zur Arbeit mit der Überzeugung in mir, dass ich noch weit größere Distanzen laufen kann. Das Ziel, einmal den Marathon in Hamburg zu laufen, war zu dem Zeitpunkt noch ein Traum, den es irgendwann mal zu realisieren galt. Heute ist dieser Traum ein Ziel, terminiert auf 2013.

Meine Läufe mit der Pulsuhr

Screenshot meiner Läufe mit der Pulsuhr

Hier ein paar statistische Werte zu meinen Läufen:

Kürzester Lauf
Der erste, logisch. Er ging über 3km, den Neckar entlang. Ich kann ihn nicht mehr genau datieren, er muss aber kurz nach dem Abendblatt-Artikel stattgefunden haben und diente erst einmal nur dem Kennenlernen des Laufens und des Laufgefühls.

Längster Lauf
Am 04.01.2012 bin ich das erste Mal die 20km angegangen. Es ging, wie so häufig entlang des Neckars, zuerst Richtung Neckargemünd, dort über den Neckar, dann entlang der Schnellstraße bis zum Bismarkplatz, dort wieder rüber und zurück. Es war ein geiles Gefühl, nicht zuletzt, weil ich am Ende nicht gänzlich erschöpft war.

Der tollste Lauf
Zweifelsohne war das der Lauf in Kalifornien am Abfahrtstag (13.10.12). Ich hatte mir fest vorgenommen, morgens am Strand zu laufen, barfuss im Sand. Es war früh morgens, 7 Uhr, und bis auf ein paar Surfer und Jogger war wenig los. Der Strandabschnitt war, weil nicht an der Straße gelegen, sogar fast menschenleer, es war angenehm kühl und die Sonne ging langsam auf. Die einzige Person, die ich traf, war ein Mann, der am Strand auf einem Stein saß und mit einem Kaffee in der Hand die Zeitung las (eine beneidenswerte Lebenshaltung). Da meine Pulsuhr zum zweiten Mal meinte, batteriebedingt den Geist aufgeben zu müssen, war ich frei von Distanz- und Zeitdruck und konnte einfach nur das Laufen genießen. Unter’m Strich ein wahnsinnig schöner Lauf.

Der Strand von Carlsbad am Morgen meines Laufes

Der enttäuschtenste Lauf
Da musste ich wirklich eine Weile überlegen, weil die Läufe allermeistens Spaß bringen. Aber einer war echt Mist. Ich bin ihn auch im USA-Urlaub gelaufen, in South Lake Tahoe. Daniel und ich wollten eigentlich zusammen laufen, aber der feine Herr hat es morgens wieder nicht ausm Bett geschafft :-), also bin ich alleine los. Aber es lief einfach nicht rund. Ich kam überhaupt nicht in meinen Rhythmus rein, so dass jeder Schritt zu einem Kampf wurde. Noch dazu konnte man nicht direkt am Lake Tahoe laufen, weswegen ich das Betonparadies der Hauptstraße wählte. Der Lauf ansich war dann auch relativ kurz und unbefriedigend. Erst Tage später fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, was der Grund für diesen schlechten Lauf war: Der Lake Tahoe liegt auf knapp 7000ft, 2300m. Dass man bei der Höhenluft nicht seine normale Fitness hat, hätte mir klar sein sollen.

Laufdaten insgesamt
Distanz: bummelich 500km (110km aufm iPhone, 386km mit der Pulsuhr, beim Rest waren die Batterien mal wieder leer (die der Pulsuhr, nicht meine))
Zeit: bummelich 50h (10h 50min aufm iPhone, 37h 30min mit der Pulsuhr, Rest ->leere Batterie)
Anzahl der Läufe: bummelich 65 (20 aufm iPhone, 43 mit der Pulsuhr, zwei… genau)

Neben diesen ganzen Superlativen waren aber auch andere Läufe nennenswert. Ich erinnere mich gerne zurück an den Lauf morgens über die Golden Gate Bridge in San Francisco, zusammen mit Daniel. Wir sind früh aufgestanden, wie echte Amis mit dem Wagen zur Brücke hingefahren und dann losgelaufen. Sonnenaufgang, Bucht, angenehmes Wetter, es war saustark (Danke, Daniel!!!).
Bild der GGB am Morgen unseres Laufes
Bild der GGB am Morgen unseres Laufes

Auch in Erinnerung bleiben wird mir der erste Lauf über 10km. Er kündigte sich schon einige Tage vorher an. Ich hatte mich die Wochen davor kontinuierlich von 3km auf 7km hochgearbeitet, immer in 0,5-1km Sprüngen. Bei den letzten 2-3 Läufen vorher fühlte ich allerdings, dass ich 10km laufen möchte, weil ich wusste, dass ich das kann. Eines Morgens, fest geplant war wieder ein Lauf über 7,5km, nahm ich mir spontan vor, 10km zu laufen, einmal Ziegelhausen – Alte Brücke und zurück. Ich war überwältigt und stolz, als ich es dann auch geschafft hatte und ich berichtete im Büro Daniel stolz von meiner Leistung. Man, war das geil!

Darstellung meiner Hausstrecke am Neckar entlang

So, ich geh mal Startunterlagen abholen und mit Bärbel Pasta-Party machen

Gruß
Hauke


Freitags-Füller

1. Ich lese an Zeitschriften die Runners und als letztes Buch habe ich zwei Fotografiebücher gelesen .

2.  Wenn mein Trainer mich aufstellt, hat das manchmal was von Resteverwertung

3. Am Montag geh ich keinen Zentimeter, ich schwöre es!.

4.  Bevor ein Ziel ein Ziel ist, ist es bei mir ein Traum.

5.  Im übrigen stinkt Werder.

6. Nen Halbmarathon zu laufen ist nicht gerade 0815, nicht nur besonders für mich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nen netten Abend mit den Tündüs (trotz Erkältung vom Gärtner) , morgen habe ich chillen, Startnummer abholen und Pasta mampfen geplant und Sonntag möchte ich die 21km bezwingen und danach 3Punkte (wie immer) !

Quelle


Freitags-Füller

1. Meine Nachbarn auf der linken Seite sind mir ziemlich unbekannt und auf der rechten Seite leckere Italiener .

2.  Mir fällt spontan nichts ein, über das ich sagen könnte, das war ein Fehlkauf..

3. Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich hab jetzt schon Horror vor der trainingsfreien Zeit im Sommer.

4.  Benzin kostet zuviel.

5. Ich habe immer gedacht, ich würde niemals aus Hamburg wegziehen .

6. Daniel finde ich total witzig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Planen und Durchstrukturieren einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit , morgen habe ich einen Test-10km-Lauf geplant und Sonntag möchte ich gerne wieder Fussballspielen können (und natürlich dabei 3 Punkte holen) !

Quelle


In eigener Sache…

Danke Phili 🙂


Freie Fahrt für freie Nasen

Einige von euch haben es mitbekommen, dass ich Anfang März an der Nase operiert wurde. Nun, knapp einen Monat später, ist es Zeit für einen Kassensturz: Was hat es eigentlich gebracht? Bevor ich darauf eingehe, hier die Kurzfassung der Vorgeschichte:

Nachdem ich jahrelang mit einer nicht komplett freien Nase durchs Leben lief, führte mich eine Nasennebenhöhlenentzündung Anfang des Jahres zum HNO-Arzt mit der längsten Wartezeit meines Vertrauens. Zum besseren Befreien der Nebenhöhlen bekam ich ein Spray, welches die Schleimhäute abschwillen ließ. Das erste Mal, solange ich mich erinnern konnte, konnte ich frei durch die Nase atmen, bis dato wusste ich nicht, wie sich das anfühlt. Also bin ich zurück zu meiner Ärztin und habe ihr gesagt, dass ich dieses Gefühl dauerhaft haben möchte (quasi ein wir-machen-den-Nasenweg-frei-Abo). Gesagt, getan, nach ein paar Tests stand fest, die Nasenscheidewand muss korrigiert werden und die Schleimhäute verkleinert. Auf dem Röntgenbild äusserte es sich wie folgt (nein, das ist keine Scream-Maske, das bin ich):

(ich glaube, ich muss nicht explizit drauf hinweisen, wo die schiefe Nasenscheidewand ist, oder?)

Am 07.03 fand ich mich also unter’m Messer wieder. Kurz und schmerzlos (danke, Vollnarkose) wurden die nötigen Veränderungen vorgenommen, so dass ich kurz nach der OP schon wieder nach Hause wollte.

Aber freie Nase war erst einmal nicht. Die ersten 24 Stunden musste ich eine Rotzschleuder unter der Nase tragen, zusätzlich steckten in den Nasenlöchern je ein Ding, welches beim Rausnehmen wie ein hartes Etwas umhüllt von einem Kondom aussah. Unglaublich, wie groß es war und dass es in meine Nase passte. Nebenbei sah ich auch noch ziemlich besch…eiden aus:

Sollte aber kein Problem darstellen, schließlich war ich nur zu Hause, musste nicht raus und trat somit niemandem unter die Linse… bis zum nächsten Nachmittag, wo ich in die Praxis musste, um Rotzbremse und Co. loszuwerden. Leider war Phili mit dem Auto aufm Weg nach Karlsruhe, mir blieb also nichts anderes übrig, als in den Öffentlichen Verkehrsmitteln Hannibal Lecter zu spielen. Dass genau in den Bus, den ich nahm, eine schwäbische Schulklasse einstieg („sprechen die in Mannheim eigentlich auch schwäbisch?“ – „isch glaub scho, oda?“), spricht für mein ungeheueres Glück…

Rotzbremse und Kondom waren also weg, die Nase war frei. Theoretisch. Denn praktisch war es so, dass die Nasenschleimhäute durch die Beschneidung ziemlich gereizt waren (was ich als Mann sehr gut nachvollziehen kann), weswegen sie ohne Ende lief (und zwar nicht á la ein Spaziergang, wir reden hier von einem Marathon!). Dieser Zustand hielt einige Tage an, wurde aber durch regelmäßige Nasenspülungen gelindert.

Nun sind knapp ein Monat vergangen und ich kann sagen, die OP hat sich voll und ganz gelohnt. Ich kann endlich frei atmen, das klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich erregend. Aber es ändert für mich enorm viel. Normalerweise fing mein Tag mit der Benutzung eines Taschentuchs an und endete auch mit diesem, kein Witz. Morgens aufstehen, ins Klo torkeln, Taschentuch. Abends Zähneputzen, ins Bett fallen, Taschentuch. Das weiße Stück Papier war mein ständiger Wegbegleiter, immer und überall. Mittlerweile benötige ich es nur noch wenig und im Tagesablauf hat es erst sehr spät seinen Auftritt.

Ich habe mich mittlerweile schon dabei erwischt, wie ich in langweiligen Sitzungen mir die Zeit damit vertrieben habe, tief ein- und auszuatmen. Warum? Weil ich’s kann! Und weil es sich geil anfühlt (und interessanter ist als die Sitzung)! Einfach nur ein und aus und dabei das Gefühl genießen, wie es sich anfühlt und anhört. Denn das ist der zweite Punkt: Ich atme leiser, quasi lautlos. Kannte ich bis dato auch nicht. Man hört es einfach nicht, kein Schnaufen, kein Schniefen, nichts. Der Hammer!Und das, obwohl die Nase manchmal noch läuft. Das ist die nächste geniale Erkentnis: Meine Nase kann laufen und ich kann trotzdem durch die Nase atmen, ohne Probleme. Früher wusste ich: Wenn die Nase läuft, ist sie dicht, kein Atmen möglich. Heute ist meine Nase multitaskingfähig: Laufen und atmen, beides gleichzeitig! Ihr ahnt nicht, wie toll das ist.

Zum Ende noch was kurioses: Als ich am Morgen nach der OP mich anzog, fand ich an meinem Körper folgendes:

Dass die Dinger nach der OP an mir vergessen wurden, ist schon ein wenig kurios. Viel faszinierender finde ich, dass ich bei der OP das OP-Hemd und darunter ein T-Shirt trug. Ham die mich während der OP komplett entkleidet, um die Dinger anzukleben?!?

Gruß
Hauke