Aus H wurde D

Heute habe ich endlich vollzogen, was ich schon länger geplant hatte: Ich habe unseren Passat auf meinen Namen angemeldet. Bisher lief er auf Philis Vater, ein Versicherungswechsel machte allerdings das Ummelden nötig.

Nun mögt ihr euch fragen, wieso mir das ein Blogeintrag wert ist (nachdem ich mich wochenlang nicht gemeldet hab). Ganz einfach: Das war verdammt hart für mich! Denn mit der Ummeldung ging auch ein Austausch der Nummernschilder einher. Vorbei ist die Zeit von HH-PH 250. Auf PH könnte ich zur Not noch verzichten und 250 war ne Zufallszahl. Aber HH ist futsch!!! Das, was (glaubt man einigen Heidelbergern) für die Heppenheimer (HP) im Straßenverkehr immer ein Traum bleiben wird, ist für mich nun Realität: Ich habe ein HD-Kennzeichen…

Heute nach der Arbeit hatte ich mir vorgenommen, zur Zulassungsstelle zu fahren. Die Arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten bis 12 Uhr Montags und Freitags und bis 16 Uhr Dienstags und Donnerstags legten diesen Entschluss nahe. Alle nötigen Unterlagen hatte ich zusammengesammelt, so dass der Ummeldung nichts mehr im Wege stand. Mit schmutzigen Fingern und ner Handvoll Papier stand ich vor dem Zulassungsmenschen (Marke Lebensmotto:“Trocken wie Knäckebrot ist auch eine Emotion“). Dieser pürfte meine Unterlagen und spulte seinen 0815-Standarttext runter. „Möchten Sie ein Wunschkennzeichen?“. „Nee, is egal, hauptsache am Anfang steht HH“, dachte ich. Gesagt hab ich aber eher „ja gerne, wie setzt sich das denn zusammen?“. Im Kopf hatte ich mir schon ein Kennzeichen zurechtgebastelt, HD-PH 149 hätte es werden sollen. Blöderweise gibt es eine Hinterwäldler-Regelung, die besagt, dass das Nummernschild entweder zwei Buchstaben und zwei Zahlen oder einen Buchstaben und drei Zahlen beinhalten muss. Damit war mein Wunschkennzeichen schonmal gestorben. Mein Einwurf, unser bisheriges Kennzeichen hätte aber zwei Buchstaben und drei Zahlen gehabt, erwiderte er in seiner konstant monotonen Art mit „Heidelberg ist nicht Hamburg“ (wie Recht er doch hat!!!). Nachdem ich mich für eine Alternative entschieden hatte und alle sonstigen Formalitäten geklärt waren, holte der Partykracher vor mir noch einmal zum letzten Schlag aus: „Sie können jetzt  das alte Kennzeichen entwerten. Gehen Sie dazu zu der Maschine in der Mitte des Raumes (eine Art Bohrer) und entfernen Sie einfach (!!!) damit das Landeswappen“. Wenn der gute Mann vorher nicht die ganze Zeit so konsequent furztrocken die Nummer durchgezogen hätte, ich hätt schwören können, dass er an diesem Satz Spaß gefunden hätte. Es war sicherlich seine persönliche Rache für diesen tollen Job, den er da Tag ein, Tag aus ausführen darf. Innerlich hat er mit Sicherheit gegrinst wie ein Honigkuchenpferd und den Moment genossen, in dem ich das Wappen meiner Heimatstadt zerstören musste. Als er dann noch auf den neuen Schildern das neue Landeswappen aufklebte, realisierte ich final, was ich da gerade tat. Egal, nu is es zu spät, die neuen Dinger sind drauf. Mal schauen, wie es mir morgen früh geht, wenn ich sie das erste Mal so bewusst am Auto sehe…

Gruß
Hauke

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4 responses to “Aus H wurde D

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