Monatsarchiv: März 2011

Politisch unfähig?

Morgen sind in BaWü Wahlen. Als gesetzesbewusster Bürger werde ich von meinem Wahlrecht Gebrauch machen und nicht den ganzen Tag im Bett verbringen, sondern einmal kurz Frischluft tanken und Kreuzchen machen.

Nur was wählen? Ich möchte dieses Mal ganz bewusst nicht nach unterbewusster Sympathie oder angelehnt an die Vorkommnisse der jüngsten Politikvergangenheit wählen, sondern mich (mehr oder minder) intensiv mit den Parteiprogrammen auseinandersetzen. Ein erster Schritt um dies zu tun ist der – sicherlich recht bekannte – Wahl-O-Mat. Meine bessere Hälfte hat mir netterweise den Link geschickt, dem Vergnügen stand also nichts mehr im Wege. „Sind Sie dafür, dass homosexuelle Ehen vor dem Standesamt geschlossen werden können? – Na klar“. „Sollen Projekte zur Förderung der Integration von Ausländern verstärkt gefördert werden? – Logo“. „Sollen Projekte gegen Rechtextremismus verstärkt gefördert werden? – Nur zu, da ist schließlich genug Betätigungspotenzial“. Und so weiter, und so fort. 38 Thesen galt es zu bewerten und zu gewichten. Dann noch ein paar Parteien neben den üblichen Verdächtigen in den Kreis der potenziellen Sympathieschlipsträger wählen und dann auf LOS geklickt. Ein gedachter Trommelwirbel und das Ergebnis grinste einen blöd an:

Fazit: Irgend etwas ist schief gelaufen! Übereinstimmung mit den Republikanern? Ich hatte gleich ein blödes Gefühl, als ich die in die Auswahlliste nahm. Gemeinsamkeiten mit den Piraten oder den Linken? Naja, auch eigentlich nicht wirklich. Und identische Ansichten mit der NPD? Da muss ein Programmierfehler vorliegen! Wo waren die CDU, SPD, Grüne und FDP? Ich hätt nie gedacht, dass ich die mal vermissen würde, aber nun ist es soweit.

Wo lag also der Fehler? Genau, wie so häufig 50cm vorm Bildschirm. Merksatz für mich: Nur weil die vier großen Parteien als erstes aufgeführt sind bei den Parteien, die man vergleichen möchte, heißt es noch nicht, dass sie auch automatisch mit einbezogen werden. Also zurück, Häckchen gemacht und nochmal verglichen. Sieht doch schon ein wenig besser aus:

Keine Ahnung, wieso die Linke immer noch da oben thront, aber das kann mir heut Abend erst einmal egal sein, weil meine nächste Wahl steht schon fest: Das Bett. Und morgen schau ich mir das alles nochmal genauer an. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute Wahl und keine Wahlverweigerung, damit solche Klappskallies wie aus dem Video weiter unten nicht in ihrem Irrweg gestärkt werden.

Gruß
Hauke

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Erschreckend und lustig zugleich

Selten sehe ich im Fernsehen Beiträge, bei denen ich mir die Mühe mache, sie bei youtube zu finden und dann hier zu verlinken. Die heute-Show vom ZDF hat einen solchen Beitrag verfasst. Man weiß nicht, ob man weinen oder Lachen soll. Auf der einen Seite ist es erschreckend (wenn auch nicht neu), dass es solche Leute in Deutschland zu was bringen. Auf der anderen Seite ist es ein Genuss, wie das ZDF diese Menschen lächerlich macht und einfach mal nach Strich und Faden verarscht. Mehr davon!!!

Gruß
Hauke


Freitags-Füller

Ich laufe gerade massiv Gefahr, meine Einladung zu Kaffee und Kuchen bei Familie von Tündü nicht rechtzeitig antreten zu können. Aber danach geht es direkt zum Jugendhauptausschuss der Sportjugend Hessen und das würde bedeuten, wenn ich den Freitags-Füller jetzt nicht schreibe, dann kommt er (wieder) zu spät. Und das will ich nicht. Also in die Hände gespuckt und die Tasten zum Glühen gebracht…

1.  Tief durchatmen und dann rein in ein hoffentlich geniales Wochenende .

2. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, und darum sagt man : „sag niemals nie“!

3.  Was ist wenn   ich auf einmal keinen Sport mehr treiben könnte? Will ich mir gar nicht ausmalen

4. Wenn ich nen Fussball sehe, dann bekomme ich so bestimmte Gelüste .

5. Mein Blog hat an inaktiven Schreibtagen ca. 20 Besucher und bei einem neuen Artikel gerne mal 50-60. Vielen Dank dafür!!! .

6. Freitagnachmittag in Hamburg die Sachen gepackt und ab ans Meer, das ist wie ein Kurzurlaub.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Jugendhauptausschuss wie Sau , morgen habe ich Schlafkompensation geplant und Sonntag möchte ich hier mal wieder ein wenig Ordnung und Sauberkeit reinbringen !

Quelle


Das trendige f-Wort

Früher (als alles besser war) gab es ein Phänomen, das man fast als Naturgesetz ansehen konnte. Man fuhr im Zuge seiner eigenen ehrenamtlichen Tätigkeit auf ein Seminarwochenende, hatte enorm viel Spaß, traf viele neue Leute und knüpfte neue Kontakte. Kaum wieder zu Hause, spuckte das eigene Mailprogramm eine Mail nach der anderen raus: „Person XY möchte dein Freund sein!“ Dies geschah in der Regel über studi- oder meinVZ und war so sicher wie das Amen in der Kirche.

Nun waren Phili und ich letztes Wochenende mit dem Juniorteam bei Guggst Du, ein ebensolches Seminarwochenende. Und was war Montag? Montag, mehr nicht. Mir wäre es gar nicht aufgefallen (vielleicht, weil die Erinnerungen noch so frisch waren und mir ständig ein breites Grinsen ins Gesicht zauberten), wenn Phili nicht abends auf ihrem Laptop gezeigt und gesagt hat „und die Vernetzung geht auch wieder los“. Was? Welche Vernetzung? Wer vernetzt sich? Wieso will sich niemand mit mir vernetzen? Bin ich (doch) zu alt? Unsympathisch? Stinke ich? War ich vielleicht gar nicht auf dem Wochenende und habe es mir nur eingebildet? Was war da los? Zack, an den Laptop gerobbt und da war sie auch schon, des Rätsels Lösung: Die Vernetzung fand ausschließlich über facebook statt. Da guckt unsereins natürlich in die Röhre, weil kein facebook-Account.

Sicherlich könnte ich mir schnell einensolchen kreieren, facebook hätte sicherlich nichts dagegen. Aber muss das sein? Muss jemand, der ein Handy hat, ein Festnetztelefon, einen Blog, einen Xing- und meinVZ-Account und sogar eine physische Adresse hat, auch noch bei facebook sein? Philis Meinung ist da ziemlich eindeutig: Ja, auf jeden Fall!!! Ich denke: Hmm… pffff….. also…. ich weiß nicht… ähhhhh…. Kurz: Standhafte Meinung sieht anders aus.

Wenn man in die weite digitale Internetwelt schaut, findet sich kaum noch eine Seite, auf der nicht ein like-Button (oder wie die Dinger heißen) thront. Und zig Icons weisen neben studiVZ, Twitter und Flickr immer auch auf facebook hin. Muss ich auf dieser Welle mitsurfen? Werde ich in der Zukunft eine (Informationsversorgungs-) Überlebenschance haben, wenn ich mich diesem Trend verweigere? Oder ist es nur einer der vielen Trends, die irgendwann wieder abebbnen (kennt noch jemand Second Life?)?

Zum Glück bin ich nicht der Einzige meiner Rasse. Ein Kollege von mir ist auch nicht bei facebook, am Wochenende hab ich jemanden kennengelernt, der dem Netzwerk auch nicht angehört (und wahrscheinlich jetzt genauso in die Röhre schaut wie ich) und das Juniorteam z.B. ist auch (noch) nicht dort vertreten. Aber auf der anderen Seite hat fast jeder Fotoblog, den ich im Internet verfolge, nen facebook-Account. Vielleicht wäre es auch eine gute Möglichkeit, meine selbstgeschossenen Fotos effektiver zu publizieren (keine Angst, das hört sich ambitionierter an als es ist)?!?

Deswegen möchte ich meine geschätzten Leser mal fragen: Kann man ohne facebook überleben? Gibt es unter euch Menschen, die auch nicht bei facebook sind? Was verpasse ich, wenn ich dort nicht registriert bin? Ich würde mich sehr über Antworten freuen, bin ganz gespannt, was ich bisher im Leben verpasst hab.

Gruß
Hauke


Freitags-Füller

Bevor Phili und ich gleich übers Wochenende nach Hessen fahren, schicke ich noch schnell den Freitags-Füller ab. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

1. Die Ereignisse in Japan bieten den Medien wieder ausreichend Möglichkeiten, ihren Sensationsjournalismus zu platzieren .

2. Heute hab ich frei, im Gegensatz zu gestern.

3.  Energiesparen  kann man nie genug .

4. Vieles von Van Canto ist mein aktueller Lieblingssong im Radio, allerdings auch nur, wenn ich mein iPhone ans Radio anschließe.

5. Zur Einstimmung auf den Frühling habe ich bisher nichts spezielles gemacht, ich lasse mich da vom Wetter einstimmen .

6. Gemessen am Gefühl in meinem Beinen, spiel ich Fussball mit Leib und Seele .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Juniorteam, Sport, Spaß und Spiel , morgen habe ich einen Workshop uzum Thema „Projektmanagement“ geplant und Sonntag möchte ich wahrscheinlich das enorme Schlafdefizit ausgleichen !

Quelle


Mein Sonntag

Gestern kam mir spontan, als ich noch halb verschlafen im Bett lag, die Idee, meinen Sonntag mit Hilfe von Bildern zu dokumentieren. Da ich keinen großen Anspruch an die Bilder haben wollte und auch keine Lust hatte, den ganzen Tag meine Camera nebst zwei Objektiven mit mir rzumzuschleppen, entschied ich mich, die Bilder mit dem iPhone aufzunehmen. Auf geht’s.

Es ist früh morgens, ich komme frisch ausm Bett, schalte die Kiste an und sorge für mein erstes Frühstück: Kaffee!

Als nächstes geht es ins Internet. Phili kommt heute Abend und möchte etwas essen (befürchte ich). Also muss ein Rezept her. Ein kleiner Ausflug auf chefkoch.de soll die Erleuchtung bringen.

 

Das mit Erleuchtung-bringen war ein dezenter Reinfall, also muss die eigene Kreativität herhalten. Das Ergebnis geht durch, finde ich. Man sieht, dass ich nicht der Erfinder der Marinade bin, aber Phili weiß bereits, dass mein erstes Spielzeug im Kindesalter kein Kochlöffel war. Ich hab also kaum was zu verlieren.

 

Zwischendurch, beim Surfen auf kicker.de, wurde mir diese positive Nachricht zugetragen.

 

Das Essen war versorgt, ich hatte daher Zeit und Lust, die Bilder vom Rugbyspiel des Vortages zu sichten und nachzubearbeiten.

 

Dann kamen wieder weniger spaßige Aufgaben auf mich zu. Der Boden sah aus wie Sau und die Fenster versuchten, dieses Level ebenfalls zu erreichen. Also Staubsauger raus, Eimer gefüllt und Lappen geschwungen, damit der nächste Sonnenschein nicht gnadenlos offenbart, wie viel Dreck sich auf Glas ansammeln kann.

 

Welch lichtblick: Es ist noch Kaffee da!

 

Weiter gehts mit der Bildbearbeitung. Es sind mittlerweile deutlich weniger Bilder, die jetzt „nur noch“ nachbearbeitet werden wollen, ein Klacks!

 

Die Vorfreude auf Philis Ankunft steigt stündlich. Aber was is das? Die Bahn gönnt mir die Vorfreude nicht.

 

20 Minuten später als geplant mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof (spätestens jetzt bin ich froh, mich heut Morgen entschieden zu haben, die Bilder mit dem iPhone zu machen. Es fotografiert sich während der Autofahrt deutlich entspannter, wenn sich die „Camera“ in einer Halterung befindet).

 

Zack, da kommt sie.

 

Zu Hause angekommen, gibts Chappi, es wird gequatscht und irgendwann gingen (bei mir) die Lichter aus, schließlich wartet morgen mein Schreibtisch wieder auf mich.

Gruß
Hauke


Horizonterweiterung x 2

Ich wurde gestern von den Tündüs gefragt, ob ich Lust hätte, mit zum Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Tschechien zu kommen, welches in Heidelberg stattfand. Da ich mich bis dato noch nie mit diesem Sport befasst hatte und Heidelberg ja (wie jeder weiß) die Rugby-Hochburg von Deutschland ist, sagte ich zu. Versüßt wurde dieser Ausflug durch die Möglichkeit, ein 70-210 Telezoom auf meine Camera schrauben zu können, um zu schauen, ob das eine nächste höchstsinnvolle Investition wäre.

Soviel zu den beiden Horizonterweiterungen, hier die entstandenen Bilder.

Meine charmante Begleitung: Die von Tündüs

 

Und hier das Geschehen

 

Ich? Neidisch? Wieso?

 

Prominenter Besuch: Unser Entwicklungsminister

Gruß
Hauke