Hauke on Fire 2 – Jetzt erst Recht

Ich war heute zusammen mit Phili und ihrer Schwester in Heidelberg essen. Vor einigen Wochen hat in der Hauptstraße eine japanischer Nudelbar namens MoschMosch aufgemacht (hört sich trügerisch harmlos an, oder?), Phili kannte das Restaurant bereits von einem Besuch in einer anderen Stadt und wollte gerne mit mir dorthin. Ich, als bekennender Fan der asiatischen Küche, war sofort Feuer und Flamme dafür (Achtung, es könnte sich in diesem Satz Ironie befinden).

So gingen wir also heut in dieses Restaurant. Der erste Eindruck war nett. Asiatisch angehaucht mit Stühlen ohne Lehne und Menükarten, die gleichzeitig als Unterlage für die teller dienten. Wir setzten uns hin und Kiki, voll in ihrem Element, begann, uns über die kulinarischen Genüsse, die auf der Karte vorgestellt werden, aufzuklären. Ich bekam es nicht ganz mit, denn ich suchte verzweifelt das Steak mit Beilage (ham sie wohl vergessen). Nachdem es wohl tatsächlich vergessen wurde, versuchte ich, etwas zu finden, was ein Minimalanteil an vegetarischen Komponenten aufweist. Um es kurz zu machen: Vergiss es!!! Die japanische Küche verhält sich in diesem Punkt, als ob es auf den japanischen Inseln Ackerland en masse gäbe und alle Lebewesen, die man sonst zur Nahrungsaufnahme verarbeitet, ausgestorben sind. Glücklicherweise schlug die nette Bedienung vor, den Gemüseanteil in dem Gericht zu minimieren. Also bestellte ich Rotes Kokos-Curry mit gebratenen Nudeln und dazu zerbomptes Huhn (vielen Dank an dieser Stelle an die Bedienung, die mich aufklärte, dass grünes Curry, welches ich erst nehmen wollte, weitaus schärfer ist als rotes. Ich denke, ihr verdank ich mein Leben).

MoschMosch 2

Das Essen kam und ich legte los. Der erste Eindruck war durchaus positiv. Den Kokosgeschmack schmeckte man angenehm, jedoch nicht aufdringlich durch. Die Nudeln wussten zu gefallen und die Soße aus Kokosmilch fügte sich super in die Gesamtkomposition. Aber dann kam der Nachgeschmack. Plötzlich ein Kratzen in meinem Hals, das ich erst der noch nicht auskurierten Erkältung zuschreiben wollte. Stimmte aber leider nicht. Das Gericht hatte eine Schärfenote, die es in sich hatte. Von Löffel zu Löffel wurde mir wärmer, die Nase bereitete sich auf einen Dauerlauf vor und mein Glas Cola leerte sich mit atemberaubender Gesachwindigkeit. Bald wagte ich nicht einmal mehr, tief auszuatmen, weil ich beim Ausatmen das Gefühl hab, meine Oberlippe könnte jeden Moment in Flammen aufgehen. Blöderweise packt mich in dem Moment immer ein lebensgefährlicher Ergeiz, noch dazu war es Philis Geburtstagsessen, da lässt man nichts stehen. Also habe ich versucht, den Teller zu leeren, was auch irgendwie gelang, aber ich vermute, ich war kein schöner Anblick (was sicher nicht nur an dem hochroten Kopf lag).

Wenn ihr also mal feurig essengehen wollt, leichte, jedoch gut gewürzte Küche mögt, oder einfach nur Eure Vorliebe für gutes Essen mit eurer Vorliebe für Feuer kombinieren wollt, dann geht doch einfach mal ins MoschMosch.

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2 responses to “Hauke on Fire 2 – Jetzt erst Recht

  • Kiki

    Eine so positiven Beitrag hätte ich nach dem roten Kopf gar nicht erwartet *gg*
    Aber schön! Du lebst noch 🙂

  • kalle

    Gratulation, hört sich nicht schlecht an, aber meinem Gatten wäre es wohl nicht scharf genug. Some like it hot, deshalb haben wir auch ein ganz besonderes Hochzeitsgeschenk bekommen…,

    grüssle Kalle

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